16.08. Moshi

Ein letzter strahlender Morgen am Kilimanjaro. Auch an unserem letzten Tag erwartet uns bleiern Himmel und der Uhuru Peak, auf dem wir gestern um 7:30 Uhr morgens gestanden haben, leuchtet ein letztes Mal zu uns herab.

Nach dem letzten perfekten Frühstück mit dem letzten Morgenstund, Toast und Spanish Omelette haben wir in einer kleinen aber sehr herzlichen Zeremonie unsere Mannschaft verabschiedet. Die letzten 7 Tage waren extrem erlebnisreich, natürlich auch anstrengend aber wunderschön und wir realisieren erst so langsam, welche Leistung wir und das ganze Team vollbracht haben.

Die Gruppe im Millenium Camp

Das Millennium Camp

Nach einigen schönen Liedern und einem letztem gemeinsamen Bild machen wir uns an den langen Abstieg zum Mweka Gate. Die Luft wird dicker und wärmer und die Vegetation ändert sich mit jedem Meter. Waren wir gestern noch im Eis so wandern wir heute durch dichten Regenwald.
Am Gate angekommen, ein letztes Gruppenbild und dann geht es zum Check-out und anschliessend zur wohl besten Geschäftsidee am Gate, dem Schuhewaschen 🙂 Der Staub und Matsch am Kilimanjaro sucht seinesgleichen.

Auch Astrid bekommt wieder mal ein Gipfelzertifikat 🙂

Am Mweka Gate, das Ende der Tour

Letzte „Pflicht“: das Waschen der Schuhe…

Dann fahren wir zurück ins Hotel und unser erster Weg führt uns gemeinsam mit unseren 3 Guides in die gemütliche Bar. Bei ein paar Kilimanjaro wird auf den Gipfel angestossen. Auch die Gipfelzertifikate werden verteilt.
Heute Abend geniessen wir noch ein letztes gemeinsames Abendessen, bevor Liz, Anke, Anna, Uwe und Axel morgen früh nach Sansibar für ein paar Badetage aufbrechen, und Bernd und ich zurück nach Österreich fliegen werden.
Sehr intensive und wunderschöne Tage gehen zu Ende und wir werden an die gemeinsame Zeit in Tansania noch lange zurückdenken.
Danke an Alle für das Mitfiebern und Daumendrücken. Ich hoffe, wir konnten euch ein bisschen auf unsere Reise mitnehmen und euch etwas von diesem schönen Land und seinen unglaublich freundlichen und positiven Menschen vermitteln.
Viele Grüße aus Moshi,
Astrid

15.08. Uhuru Peak (5895m) und Millennium Camp (3900m)

Wir sind heute morgen knapp nach Sonnenaufgang ALLE auf dem höchsten Punkt Afrikas gestanden!

Am Uluru Peak (5895m), dem Dach Afrikas

Aber bis hierhin war es ein hartes Stück Arbeit….
Nach einem kräftigenden Abendessen mit Suppe und Spaghetti von unserem Koch Juma sind wir alle in unsere Schlafsäcke verschwunden, da wir ja um 23 Uhr bereits wieder aufstehen mussten.
Nachdem wir alles gepackt hatten (wir steigen ja nicht mehr zu unserem Lager am Kibo Sattel ab, sondern überschreiten den Kili nach Süden) und uns noch mit einem Tee gestärkt hatten, ging es um knapp nach Mitternacht los. Dick eingepackt in Annoraks, Skihandschuhe, Überhosen, Mützen und Stirnlampen machten wir uns auf den steilen Aufstieg.
Der Weg von der School Hut zum Kraterrand führt zunächst durch felsiges Gelände und anschließend in unendlichem Zick-zack steil hinauf zum Gilman‘ s Point. Wir sind in einem gleichmäßigen Schritt Höhenmeter um Höhenmeter aufgestiegen. Waren die Temperaturen anfangs noch recht angenehm, kam bald ein eiskalter Wind auf und wir waren um jede Kleidungsschicht froh.
Nach etwa 3 Stunden kreuzt eine weitere Aufstiegsroute von der Kibo Hut unseren Weg und wir können einige Lichtpunkte von anderen Gruppen steil über uns am Weg ausmachen.
Wir kämpfen uns weiter aufwärts, begleitet vom schönen Singen unserer Guides. Wie sie dazu Luft finden bleibt uns ein Rätsel.
Endlich, um knapp vor 6 Uhr klettern wir die letzten Felsen zum Gilmans Point hinauf. Am Horizont beginnt es langsam zu leuchten. Oben erwartet uns ein erstes Schild, gilt doch dieser Punkt bereits als Gipfelsieg. Ausserdem erwarten uns einige andere Gipfelaspiranten, die hier ebenfalls eine Rast einlegen.

Am Gillman’s Point (5600m)

Wir halten uns aber nicht lange auf, da es ohne Sonne und mit Wind recht ungemütlich ist, sondern machen uns auf den Weg zum Stella Point und zum Uhuru Peak. Die kurze Strecke zum Stella Point ist rasch geschafft, die Blicke auf den schneebedeckten Krater bei aufgehender Sonne atemberaubend.

Toller Sonnenaufgang am Kraterrand

Dort angekommen erwartet uns aber statt einer gemütlichen Rast in der Morgensonne ein extrem starker Wind, der uns auf dem ganzen Weg zum Uhuru Peak begleitet. Die letzten Meter zum Gipfel müssen wir auf hartem Schnee gehen, eine schmale ausgetretene Spur neben hartgefrorenem Büsereis führt zum Gipfel. Hier erleben wir zum ersten Mal die Massen am Kilimanjaro. Langsam ’stauen‘ wir die ausgetretene Spur hinauf, teilweise blasen uns die Böen fast um. Der Weg zieht sich endlos lange dahin.
Aber endlich erreichen wir den höchsten Punkt Afrikas. Die vielen anderen Gipfelsieger und der starke Wind tun allerdings ihres dazu, dass wir nach einer ersten Gratulation und ein paar Gipfelfotos rasch den Abstieg antreten.
Zurück zum Stella Point und den steilen Schotterweg abwärts in Richtung Barafu Camp. Hier kommen uns noch viele weitere Trekker entgegen. Uns wird heute so richtig bewusst, wie einsam wir die letzten Tage verbracht haben.

Abstieg vom Kibo

Blick zurück auf den Stella Point

Noch eine letzte Rast im riesigen Barafu Lager, ein Blick zurück auf die verschneite Südseite des Kilimanjaro und dann verlassen wir auch schon die Vulkanwüste und steigen zum Millennium Camp ab. Die immer dicker werdende Luft lässt uns aufatmen und die Kleiderschichten werden nach und nach weniger.
Morgen haben wir noch einen recht langen Abstieg zum Mweka Gate vor uns, bevor wir im Hotel eine wohlverdiente Dusche genießen und mit einem Bier (bzw. Saft für unsere Liz) auf unseren tollen Gipfelsieg anstossen werden.

14.08. School Hut (4700m)

Wir haben das Basislager für unsere Besteigung auf 4700m erreicht.

Auch heute sind wir nach einer kalten Nacht wieder bei ‚clearskies-Wetter‘ gestartet. Unterhalb von uns ein riesiges Wolkenmeer, ober uns rechts der Kibo, links der Mawenzi. Eine unbeschreiblich schöne Stimmung.

Morgenstimmung auf der Kibo-Nordseite

Aufstieg zur School Hut

In 3 1/2 Stunden haben wir die 700 Höhenmeter steile Etappe recht zügig hinter uns gebracht. Nun haben wir unser Lager inmitten einer Felslandschaft unterhalb eines grossen Abbruchs aufgeschlagen. Wir sind hier gut vor dem Wind geschützt und ich sitze gerade mit T-Shirt in meinem Zelteingang und lass die Sonne auf meine Beine scheinen. Einfach ein Traum !

Unsere Guides, mit dem Mawenzi im Hintergrund

Unser Lager bei der School Hut auf 4700 Meter

Unser weiterer Plan ist heute noch sehr gemütlich. Wir werden jetzt bald ein leichtes Mittagessen bekommen. Wir haben uns eine gute Suppe gewünscht. Am Nachmittag werden wir noch ein paar Höhenmeter weiter aufsteigen um für morgen optimal vorbereitet zu sein.
Nach einem frühen Abendessen werden wir dann rasch in unsere Zelte verschwinden, da wir bereits um Mitternacht in die Gipfeletappe aufbrechen werden. Wir sind alle sehr gut akklimatisiert und positiv eingestellt. Es schadet jedoch sicherlich nicht, wenn ihr zuhause uns die Daumen drückt, dass wir weiterhin so viel Glück haben.
Auf dem Spot Messenger könnt ihr unseren Aufstieg verfolgen, man sollte jedoch früh aufstehen, planen wir doch den Kraterrand bei Sonnenaufgang zu erreichen.
Viele Grüsse aus dem sonnigen Basislager auf 4700m!

13.08. 3rd Cave Camp (3935m)

Ein paar Eindrücke ohne Worte

Morgenstimmung am Pofu Camp

Unsere Gruppe vor dem heutigen Aubruch

Wir sind nun schon seit 5 Tagen unterwegs, haben perfektes Wetter, ein Wolkenmeer zu unseren Füssen, wandern auf einsamen Pfaden durch blumendurchsetzte Moorlandschaft. Der Kibo thront über uns, der Mawenzi weist uns den Weg und im Lager wartet eine gutgelaunte Mannschaft mit einem ausgezeichneten Mittagessen.
Mir gehen langsam die Superlative aus, um unsere Kilimanjaro Umrundung über den Northern Circuit zu beschreiben. Ich hoffe, die Fotos sprechen für sich.

Am einsamen Norther Circuit

Kurze Kletterpassagen, die Spaß machen

Nun noch kurz zum weiteren Verlauf. Heute haben wir nur eine kurze Etappe zum Third Cave Camp zurückgelegt. Nach 3 Stunden Wanderung haben wir den Northern Circuit verlassen und befinden uns jetzt auf der Rongai Route. Diese werden wir heute Nachmittag bei einer Akklimatisierung noch etwas erkunden.
Morgen steigen wir dann zur School Hut, unserem Basecamp für die Gipfelbesteigung auf.
Wir sind alle gut drauf aber langsam wird es ernst 🙂

12.08. Pofu Camp (4040m)

Langsam bekommen wir in unserem Tagesablauf eine gewisse Routine. 0630 Uhr Tagwache, um 7 Uhr gibt es heisses Wasser für unsere Morgentoilette und um halb 8 sind unsere Taschen fertig gepackt und das Frühstück bereit. Während wir uns unsere Morgenstund von Jentschura, den Kaffee von unbound und weitere Köstlichkeiten von unserem Koch Juma schmecken lassen, baut unsere Mannschaft bereits das Lager ab.

Frühstück

Auch heute morgen waren unsere Zelte von Reif bedeckt, aber der Himmel über uns wieder strahlend blau.

Um halb 9 starten wir in unsere tägliche Etappe. Heute führte uns der Weg weiter entlang des Northern Circuit zum Pofu Camp. Da eine grosse Gruppe heute morgen in Richtung Lava Tower abgebogen ist, sind wir nun nahezu alleine unterwegs.

Unterwegs auf der einsamen Nordseite

Wir wandern in stetem Auf und Ab durch die karge Lava Wüste, entdecken unterschiedliches Lava-Gestein wie Basalt, Tuffstein oder auch schön glänzenden Obsidion. Zwischen den Steinen kämpfen sich immer wieder bunte Blumen durch.

Blumen in der Lavawüste

Über uns schwarze Felswände und darüber der schneebedeckte Kibo, unter uns ein Wolkenmeer über der kenianischen Ebene. Heute Morgen könnten wir noch einen letzten Blick zurück auf den Mt. Meru werfen, am Nachmittag blitzte schon der Mawenzi vor uns zwischen den Felsen heraus.

Der treue Spot Messenger…

 

Nach nur 5 1/2 Stunden entdeckt Liz schon unser Lager und freut sich über das unerwartet frühe Ende der Tagesetappe, rechneten wir doch mit 7 Stunden. Aber die gute Akklimatisierung und auch der Mt. Meru machen sich langsam bezahlt.

Erster Blick auf unser Lager…

Nun geniessen wir einen entspannten Nachmittag im Lager, da wir heute niedriger als gestern schlafen, werden wir auch keinen Ausflug unternehmen.

Astrid im Pofu Lager

Ausser uns nächtig hier im Lager nur noch EINE weitere Gruppe – dies ist für den Kili wohl ebenso aussergewöhnlich wie das traumhafte Wetter.
Wir wissen beides sehr zu schätzen 🙂

11.08. Moir Camp (4140m)

Wir haben die 4000 m wieder überschritten und sind im wunderschön gelegenen Moir Camp angekommen. Nachdem der Großteil  der Gruppen heute in Richtung Shira 2 abgebogen ist, sind wir hier auf der kleinen Hochebene am Beginn des Northern Circuit fast alleine. Ausser uns nächtigen hier nur  noch 3 weitere Gruppen.

Sonnenaufgang am Shira Plateau

Frühstück mit richtigem Kaffee von Unbound Roasters…

Gestern Nachmittag vor unserer Akklimatisierungswanderung stellte sich unsere gesamte Mannschaft noch persönlich vor und brachte uns anschließend noch ein kleines Ständchen. Auch heute überraschte uns unser ‚waiter‘ Samson beim Mittagessen mit einem speziellen Outfit.
Neben diesen lustigen und schönen Einlagen unseres Teams erklimmen wir immer weitere Höhen und kommen unserem Ziel immer näher.

Astrid am Shira Plateau

Nach einer sternenklaren Nacht folgte ein  traumhafter Sonnenaufgang und wieder ein wolkenloser Tag.  Die Zelte waren heute früh gefroren aber während des knapp 5-stündigen Aufstieges durch das weite Shira-plateau  könnten wir mit T-Shirt wandern.
Auch heute sind wir wieder vor dem Abendessen ca. 1 Stunde weiter aufgestiegen, um uns besser an die Höhe zu gewöhnen und um besser zu schlafen.

Perfektes Wetter

Tolle Blicke auf den Kibo

Letzte Schritte zum Moir Camp

Jetzt genießen wir die letzten Sonnenstrahlen im Camp, freuen uns auf das Abendessen und den morgigen Tag.

Hauben Lokal auf 4140m…

Es geht uns allen sehr gut. Wir hoffen, das Wetter bleibt weiterhin so schön.

10.08. Shira camp

Die erste Nacht im Zelt verlief sehr gut. Unser Lager Mt.Mkubwa liegt im dichten Urwald und wird daher auch Big Tree Camp genannt. Wir hörten einige Brüllaffen aber alle schliefen selig.
Heute Morgen wurden wir um 0630 Uhr freundlich geweckt. Nach der Morgentoilette und einem guten Frühstück bei dem wir auch einen guten Kaffee von unbound und eine nahrreiche Morgenstund geniessen könnten starteten wir um halb 9 und die heutige Etappe.
Bei strahlend blauem Himmel wanderten wir zunächst noch durch dichten Urwald bevor wir bei ca. 2900m langsam in das Moorland gelangten. Der schön angelegte Weg wird gesäumt von Heidebüschen und vielen Blumen.

Eine schöne Protea

Nach knapp 3 Stunden erblickten wir erstmals den Kibo. Ein mächtiger, schneebedeckter Gipfel leuchtet zu uns herunter und die Fotoapparate liefen wieder heiss.

Erster Blick auf den schneebedeckten Kibo, höchster Gipfel des Kilimandscharo

Toller Ausblick am Shira Plateau

Nach knapp 40 Minuten weiter gelangen wir in unser heutiges Lager Shira 1 auf 3500m. Nach knapp 800 Höhenmetern beziehen wir wieder unsere Zelte und stärken uns mit einem ausgezeichneten Mittagessen.

Ankunft im Shira Lager

Heute Nachmittag werden wir noch einpaar Höhenmeter weiter aufsteigen, um unsere Akklimatisierung zu verbessern. Wir geniessen die Etappen und nähern uns Pole pole unserem Ziel.

Astrid am Shira Plateau