07.12. El Chalten

Gestern waren wir noch den besonders schönen Pflichtausflug von El Chalten bis zum Lago de los Tres direkt am Fuss des mächtigen Fitz Roy o Chalten…
Eine sehr schöne Tageswanderung bei wiederum perfektem Wetter und kaum Wind…
Die Ausblicke vom Lago aber auch während der gesamten Wanderung waren ein sehr schöner, lohnender Abschluß unserer Reise in Patagonien.

Fitz Roy vom Lago Capri aus gesehen

Am Lago de los Tres

Morgen geht es in aller Früh retour nach El Calafate, von wo aus wir binnen 3 Stunden und 15 Minuten nach Buenos Aires zurückfliegen. Diese Flugzeiten führen einem die Dimensionen dieses Landes vor Augen…
In Buenos Aires dann ein abschließendes Abendessen, mit einer Tangoshow… und am Samstag geht es dann schlußendlich heim nach Europa, nach 3 Wochen in Patagonien. Wir haben viel erlebt, sehr viel gesehen! Das einzige, was wir höchstens am Rande dieser Reise erleben durften, ist das berüchtigte stürmische patagonische Wetter, aber das ist, denke ich, niemanden in unserer Gruppe auch wirklich abgegangen, im Gegenteil :–)

05.12. El Chalten

Zurück nach einer fünf–tägigen Umrundung des Fitzroy und Cerro Torre Massif. Eigentlich war die Tour ja als mindestens sechstägige Tour angelegt, aber wir hatten derart unverschämt gute Schnee– und Wetterbedingungen, dass es der Gruppe ein Anliegen war, die Etappen zu verlängern und somit die gesamte Tour zu verkürzen.
Im Großen und Ganzen hatten wir 5 nahezu wolkenlose Tage am Inlandeis. Wohl ein bisschen Wind und ab und an ein paar hohe Cirruswolken, aber das im Vorfeld der Tour befürchtete patagonosche Wetter blieb aus…
Ich denke die Bilder sprechen für sich…

Erste Etappe am Rio Electrico.

Zum Lago Electrico

„Tirolesa“ über den reissenden Rio Electrico…

Aufstieg zu unserem ersten Lager am Lago de los 14. Blick auf die Nordseite des Fitz Roy.

Gruppe mit Blick auf Fitzroy

Blick aus dem Zelt in unserem ersten Lager am kleinen Lago de los 14

Am zweiten Tag, am Marconi Gletscher.

Letzter Blick auf die Nordseite des Fitz Roy

Am Marconigletscher, die unendlich scheinenden Weiten des Inlandeis vor uns…

Unser zweites Lager auf Granitplatten am Cerro Marconi. Wie auf einem Balkon mit Aussicht auf das südliche Patagonische Inlandeis.

Angenehmer Nachmittag im zweiten Lager…

Abendstimmung über dem Inlandeis

Unterwegs in der monotonen Eiswüste des Inlandeis, zum Glück ohne (Gegen–) Wind… Auf Grund des vielen Schnees keine Gletscherspalten und nicht mit Steigeisen sondern mit Schneeschuhen, sobald die starke Sonne den Schnee aufgeweicht hat.

Erster Blick auf die Westseite des Cerro Torre…

Cerro Torre. Ohne Worte…

Unser Lager in Circo de los Altares, an der Westseite des Cerro Torre

Nachmittagsausflug in den Circo de los Altares, zum Fuss des Cerro Torre

Abendstimmung im Circo. Bei den herrschenden Temperaturen bleiben wir bis 2230 draußen um den Sonnenuntergang und die entsprechenden Farbenspiele bis zum Ende zu verfolgen…

Ohne Worte…

Dritte und letzte Etappe am südpatagonischen Inlandeis

Wir verlassen das Inlandeis. Ausblick auf den mächtigen Viedma Gletscher

Unendliche Weiten warten darauf, von uns entdeckt zu werden…

Am Weg zurück nach El Chalten, immer noch mit bestem Wetter und wieder Blick auf den dominierenden Fitzroy

Ende einer tollen Tour. Alle sind wohlauf, die Speicherkarten der Kameras sind voll mit Bildern…

 

… aber nun erstmal ein zischendes Bier und ein wenig Rast…
Viele Grüße aus El Chalten!
Hannes
@ Rainer L. : somit wäre der Beweis erbracht, dass es Fitz Roy und Cerro Torre auch wirklich gibt :–) ….

29.11. El Chalten

Heute hatten wir wirklich einen Tag der Superlative! Super Wetter, wolkenlos, ca. 150 km oder mehr Sicht.
In der Früh sind wir von El Calafate nach El Chalten gefahren und haben während der gesamten Fahrt von 220 Km in der Ferne erst den Cerro Fitz Roy und dann auch den Cerro Torre gesehen, auf die wir zugefahren sind. Toll!
Am Nachmittag dann eine schöne, einfache aber doch lange Wanderung zur Laguna Torre, direkt am Fuß des Cerro Torre.
Ich denke die Bilder sprechen für sich…
Morgen starten wir in unsere 6–tägige Expedition am Inlandseis, der Umrundung der Massive des Fitz Roy und Cerro Torre. Für die kommenden 4 Tage ist jetzt schon gutes Wetter vorhergesagt, es scheint wir haben Glück! Haltet uns die Daumen…
Ich werd mich in den kommenden Tagen nicht melden können, aber mit dem Spot Messenger könnt Ihr sehen, wo wir uns herumtreiben und wie unsere Fortschritte sind.
Bilder gibt es dann, wenn wir wieder zurück sind…

28.11. El Calafate

Der heutige Tag war sicherlich ein unbestrittenes Highlight unserer bisherigen Reise.
Wir sind zum knapp 80 km entfernten Gletscher Perito Moreno gefahren. Die über 30 km lange Gletscherzunge des Perito Moreno endet im großen, türkisblauen Lago Argentino, dem größten See von Argentiniens.
Der zerklüftete Gletscher hat eine mehrere Kilometer breite Front, die in den großen See kalbt. Die Zunge des Gletchers ragt ca. 50 bis 70 Meter aus dem Wasser heraus. Ständig brechen kleinere aber auch größere Eismassen unter tonnerdem Getöse ab und fallen in das Wasser des Lago Argentino. Ein Naturspektakel, das seinesgleichen sucht!
Wir hatten viel Zeit um den Gletscher zu besichtigen, Unmengen an Bildern von diesem Naturphänomen zu machen und die gesamte Szenerie zu genießen.
Am Nachmittag sind wir mit einem Boot am Lago Argentino die breite Front des Gletschers abgefahren, um noch näher an die hohe Eisfront zu kommen.
Das ganze ist naturlich sehr touristisch, aber sehr gut aufbereitet und wirklich einen Besuch wert…
Der Gletscher wird von den riesigen Eismassen des südlichen Inlandeisschildes gespeist, auf welchem wir übermorgen unsere 6 bis 8–tägige Expedition von El Chalten aus starten werden.
Morgen fahren wir nach El Chalten, am Fusse der berühmten Massif des Fitz Roy und Cerro Torre. Morgen werden wir eine erste Wanderung machen, um sowohl Cerro Torre wie auch Fitz Roy zu sehen, aber natürlich werden wir morgen auch letzte Vorbereitungen für unsere Expedition treffen.

27.11. El Calafate

Die letzten zwei Tage verbrachten wir im grandiosen Nationalpark Torres des Paine.

Mit dem Schiff brachen wir gestern früh von Puerto Natale auf und fuhren auf dem Sone Ultima-Esperanza (Fjord der letzten Hoffnung) immer tiefer in die patagonische Berglandschaft hinein.

Beeindruckende Gletscherzungen und Wasserfälle begleiteten uns während der Fahrt.

Der beeindruckende Balmaceda Gletscher

Am Ende des Fjords konnten wir bei einem kurzen Landgang die Gletscher Serrano und Balmaceda aus nächster Nähe bewundern.

Im „Fjord der letzten Hoffnung“

Anschließend ging es mit kleineren Booten weiter in den Torres del Paine Nationalpark.

Nach einem wohlverdienten Mittagessen stiegen wir bis zum nahen Camp Chileno am Fuße der berühmten Torres del Paine ein.

Heute erwartete uns ein wahrer landschaftlicher Leckerbissen! In knapp 4 Stunden durch patagonischen Nadelwald und über schuttbedeckte Moränen erreichen wir unseren Aussichtspunkt, von dem sich die Granitnadeln der Torres del Paine in all Ihrer Pracht präsentieren.

Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und der Himmel blieb etwas bedeckt, aber die beeindruckende Landschaft zog uns trotzdem in Ihren Bann.

Nach einer ausgedehnten Rast steigen wir auf gleichem Weg wieder ab bis zur Hosteria Las Torres, wo schon unser Minibus auf uns wartet.

Beim Abstieg

Mit diesem verlassen wir wiederum Chile und fahren bis nach El Calafate in Argentinien.

Ein Blick zurück zum Torres del Paine Massiv

Wolkenstimmung über der patagonischen Steppe

Das Wetter meinte es heute besser mit uns und wir durften auf der Fahrt nach El Calafate durch die patagonische Steppe eine geniale Wolkenstimmung erleben.

Morgen wartet ein weiterer Höhepunkt der Reise auf uns – der weltberühmte Gletscher Perito Moreno.

25.11. Puerto Natales

Heute hatten wir einen Fahr– und Flugtag. In der Früh von Puerto Varas in das nahe Puerto Montt, von wo aus wir nach Punta Arenas geflogen sind. Gute 2 Stunden Flug, dafür dass wir vom Süden Chiles ganz in den Süden des Landes geflogen sind, eine große Distanz. Das führt einem die Dimensionen dieses Landes vor Augen…

Eindrücke aus Puerto Natale

Von Punta Arenas, wo wir gelandet sind fuhren wir mit dem öffentlichen Bus wieder 220 Km nach Norden, bis nach Puerto Natales, wo wir gegen 1700 angekommen sind.

Lago Ultima Esperanza

Morgen geht es von hier per Schiff und dann per Zodiac– Schlauchboot in den Torres del Paine Nationalpark. Ein Highlight jeder Patagonien–Reise erwartet uns morgen.
Hier ist es sehr windig, derzeit sicherlich 80 bis 90 KmH Wind! Hoffentlich haben wir morgen etwas weniger Wind, aber das Wichtigste ist natürlich die Sicht, auf die Granittürme – Torres – del Paine.

24.11. Puerto Varas

Die heutige Besteigung des Vulkan Osorno war ein echtes Erlebnis!
Wir sind sehr früh gestartet, wurden schon um 0330 abgeholt. Eine knappe Stunde Fahrt bis zur kleinen Skistation am Hang des Osorno, auf 1150 Meter gelegen. Dort haben wir in einer netten Skihütte unser Frühstück bekommen und konnten uns noch fertig herrichten. Um 0530 sind wir schlussendlich losmarschiert, in zunehmendem, immer stärker werdenden Wind.
Die ersten Höhenmeter auf Lavagestein und vor allem im Staub, der vom letzten Ausbruch des Nachbarvulkans Calbuco hier alles bedeckt hat (2015).
Bald schon sind wir zur Schneegrenze gekommen, wo wir unsere Steigeisen angezogen haben, da der Schnee richtig hart war. Hier haben wir einen wunderschönen Sonnenaufgang über Osorno, Calbuco und dem Hauptkamm der Nordpatagonischen Anden erlebt.
Wir waren schnell unterwegs und haben die Höhenmeter richtig abgespult!
Auf ca. 2000 Meter, an der Grenze zum Gletscher haben wir uns angeseilt. Das war vor allem auch auf Grund der zunehmenden Steilheit wichtig…
In mehreren kleinen Seilschaften sind wir weiter aufgestiegen. Bald schon wurde es steiler und steiler, bis wir immer wieder auch unsere Frontzacken einsetzen mussten. Eine durchschnittliche Steilheit von 45 Grad…
Die letzten Höhenmeter hatten es dann richtig in sich, mit kurzen Steilpassagen, die zwar in sich nicht allzu schwierig waren, aber mit den hunderten Höhenmetern unter uns, steiles Eis bzw. hartgepacktem Schnee, schon beeindruckend und Respekt einflössend. Vor allem auch der sehr starke, frische Wind hat es sehr ungemütlich gemacht und nochmals das Gefühl von Ausgesetztheit stark verstärkt. Sicherlich 60–70 KmH Wind, was in dieser Umgebung doch sehr viel ist!
Nach nur 5 Stunden standen wir am flachen Gipfel des 2650 Meter hohen Osorno. Auf Grund des starken Windes und dadurch kalten Temperaturen sind wir nur kurz geblieben, hatten aber in der knappen halben Stunde am Gipfel Zeit für einige Bilder.
Der Abstieg dann auf gleicher Route, um schneller und sicherer runterzukommen sehr viel mit Frontalzacken und im Rückwärtsgang… so sind wir erstaunlich schnell abgestiegen, bis es dann wieder langsam flacher wurde.
Die letzten Höhenmeter im mittlerweile aufgeweichtem Schnee konnten wir auf den Schuhen rasch und Kräfte sparrend abfahren. Noch ein paar Schritte in der schwarz bzw. grauen Lavaasche und wir waren nach gut achteinhalb Stunden wieder unten, wo wir dann endlich dem kalten, starken Wind entkommen konnten. Auf dem ganzen Berg gab es so gut wie keine windstille stelle, was natürlich auch zusätzlich an den Kräften gezehrt hat.
Eine wirkliche tolle Tour auf einen schönen, beeindruckenden Berg, vor allem auch auf Grund seiner freihstehenden Lage und seiner fast perfekten,  Kegelform.
Nun sind wir wieder gut in Puerto Varas zurück, haben ein verdientes Abendessen genossen ( Fleisch aber auch Lachs aus dem Hiesigen See…
Morgen geht es für uns weiter. Per Flugzeug geht es weiter nach Süden nach Peurto Natales, in das „richtige“ Patagonien, das man aus Bildern kennt. Unsere erste Station wird der  berühmte Torres del Paine Nationalpark sein, wir freuen uns schon auf das nächste Highlight der Reise! Hoffentlich hält das Wetter…