27.04. Puja im Everest Basislager

Heute hatten wir unsere Puja, die Gebetszeremonie, die die
Berggötter gnädig für unseren Aufstieg stimmen sollte. Hierzu ist ein
Lama gekommen, selbst Sherpa und Bergsteiger.

Besuch des Lama

Die Zeremonie hat sicherlich 1,5 Stunde gedauert, ohne die Vorbereitungen mit zu zählen.
Es würden viele buddistische Gebete gelesen bzw.in monotoner Stimme
gesungen, Opfergaben an die Berggötter abgegeben: Rum, Bier, Reis,
Wasser, Räucherstäbchen…

Puja im Basecamp

 

Eine sehr ergreifende und tiefe Zeremonie, die für mich auch ein sehr guter
Zeitpunkt für etwas Meditation vor unserem ersten Aufstieg war.
Nachmittags haben wir unsere Rücksäcke für morgen vorbereitet und
gepackt. Wir planen morgen durch den Khumbu Eisbruch ins Lager 1
aufzusteigen, dort zu übernachten und übermorgen weiter ins Lager 2, wo
wirt ebenfalls 1 oder sogar 2 Nächte verbringen möchten, um uns an die
nächsten Höhen am Mt. Ebverest zu akklimatisieren.
Wir starten mit Rucksäcken, die ca. 20 Kg wiegen. Erste Hürde wir der
Eisbruch sein, von dem wir bisher eher gutes als schlechtes gehört
haben! Mal sehen, wie wir morgen durchkommen…

26.04. Everest Basislager

Heute Vormittag hat sich unser Team halbiert! Wie schon gestern
angekündigt sind Noemi und Georg heute abgestiegen bzw. haben die
Expedition abgebrochen. Für beide war aus verschiendesten Gründen an
eine weitere Besteigung des Everest nicht zu denken. Sowohl körperlich
wie auch psychisch haben Sie sich nicht über die kommenden Strapazen
hinaus gesehen.
Man kann dies nur akzeptieren: Um den höchsten Berg der Welt zu
besteigen muss einfach alles zusammenpassen, die Strapazen die nun auf
Markus und mich zukommen sind enorm: die Höhe, die Anstrengung, die
Kälte… da muss der Geist 100%ig fokussiert sein und mit dem Körper in
Einklang sein. Das hat nichts mit Vorbereitung – konditionell oder
psychologisch – zu tun, sondern viel mehr mit tag-täglichen
„Kleinigkeiten“ die im Laufe unserer langen und nicht ganz einfachen
Anreise bis hier ins Basislager zusammengekommen sind…

Lager mit Pumo Ri

Markus und ich, sowie unser nepalesisches Team haben das Basislager nun
fertig aufgebaut. Seit heute ist die Küche eingerichtet, das Klozelt
steht 🙂 und unser Aufenthaltszelt ist nun voll eingerichtet, mit Tisch
und Stühlen, Kommunikationszentrale und alles weitere was wir in den
kommenden Wochen hier benötigen werden. Dieser Komfort ist für uns sehr
wichtig, da das Basislager für die kommenden 5 Wochen unser „Zuhause“ sein
wird, wo wir uns erholen möchten und neue Kraft schöpfen müssen.

Lager mit Blick auf die Westschulter des Everest

Heute Nachmittag habe ich noch eine längere Runde durch das Basislager
gedreht, mit Besuch bei den „Icefall Doctors“, die den Khumbu Eisfall
versichern, um Infos aus erster Hand über den Zustand des berüchtigten Eisfalls, den wir am Freitag passieren möchten, zu bekommen.
Auch habe ich Lakpa Rita Sherpa, den „besten“ Sirdar am Everest besucht
und mich lange mit Ihm unterhalten. Lakpa Rita ist DAS Aushängeschild
von Sherpa Adventure Gear, die auch Clearskies seit Jahren ausrüsten und
eine der fixen Größen im Everest Basislager. Lakpa Rita selbst hat den
Everest 17 mal bestiegen. Nach dem großen Eissturz im Jahr 2014, bei dem
6 seiner Sherpas ums Leben gekommen sind, hat er beschlossen, den Berg
selbst nicht mehr zu besteigen, doch ist er der erfahrendste Sirdar –
Basecamp Manager – der zur Zeit hier anzutreffen ist.
Lakpa Rita hat mir bei einem langen und ausführlichen Gespräch einiges an
hilfreichen Infos für die kommenden Tage geben können.
Morgen erwarten wir den Lama für eine Puja in unserem Lager. Bei dieser
Zeremonie wird unser Lager gesegnet und natürlich auch wir selbst für
den Aufstieg auf den Berg… Ohne Puja ist ein Aufstieg nicht denkbar.

Unser „Zuhause“ für die nächsten Wochen

Am Freitag werden wir dann, sofern uns das Wetter hold bleibt, durch den
Khumbu Eisfall in das erste Lager auf ca. 6100 Meter aufsteigen.
Nun fängt das nächste Kapitel unserer Expedition an, drückt uns die Daumen!!

25.04. Everest Basislager

Heute sind wir bei perfektem Wetter von Gorak Shep ins Basislager
hinein. Ca. 1,5 Stunden dauert der gemütliche Anmarsch über die Moräne,
mit tollem Blick auf den Nuptse, den Pumori und natürlich den Khumbu
Gletscher, entlang dem man wandert. Entlang der Moräne zieht sich das
berühmte Everest Basislager, eine unendlich lange Reihung an Zelten,
zumeist gelb oder orange. Schlafzelte, Esszelte, Aufenthalts- und
Materialzelte, kleine Toiletten- und Duschzelte… Alleine 400 ausländische
Bergsteiger sind heuer hier, dazu kommen wohl fast genauso viele
nepalesische Climbing Sherpas und viele Basecamp Helfer, Köche, usw…
Eine richtige kleine Stadt, sogar mit Spital usw.

Bald schon blitzt der Gipfel des Mount Everest heraus, auch heute wieder
mit einer relativ grossen Schneefahne, auch heute wieder kein Wetter um
einen 8000er zu besteigen. Aber es ist für uns sowieso noch zu früh, wir
sind ja noch beim Aufbauen unseres Basislagers.


Gestern haben wir ja schon einiges erledigt, 2 Schlafzelte sowie unser
großes Domezelt als Aufenthalts- und Arbeitsplatz und das Küchenzelt haben wir aufgebaut.
Für heute waren noch ein weiteres Schlafzelt für Gopi, das Toiletten-Zelt sowie
einiges an Einräumen am Programm. Ich denke wir sind nun bald fertig,
unsere Zelte sind wohnlich eingerichtet, nun kann die nächste Etappe
unserer Expedition losgehen.

Die Neuigkeit des Tages ist allerdings, dass wir unsere Expedition
nur mehr zu zweit fortsetzen werden!

Noemi und Georg haben den schwierigen Entschluß gefasst, die Expedition hier im Basislager abzubrechen und heimzureisen. Leider passen für beide die körperlichen und mentalen Umstände zum jetzigen Zeitpunkt nicht, um einen so hohen Berg wie den Mt. Everest zu besteigen.

Sehr schade, denn unser schon kleines Team ist nun auf einen Schlag
halbiert. Aber Markus und ich sind weiterhin motiviert. Nun müssen wir
unsere Besteigung unter einer etwas anderen Prämisse angehen, aber wir
sind flexibel und guter Dinge, dass wir das zu zweit auch schaffen können
und werden.

Nun, da unser Basislager quasi aufgebaut ist warten wir auf den Lama,
der für eine traditionelle Puja – eine Gebehtszeremonie um die
Berggötter gnädig z stimmen – zu uns kommt. Erst dann können bzw. dürfen
wir den Berg weiter besteigen. Wie das Wetter wird werden wir sehen, für
die nächsten 1-2 tage ist gutes Wetter angesagt, danach wird es wohl
wieder wechelhafter. Aber wir sind heiß auf den Berg und den Aufstieg
durch den Khumbu Eisfall in Richtung Lager 1 und 2…

24.04. Everest Basecamp eingerichtet

Unser Lager im Mt. Everest Basecamp

Wir sind heute von Lobbuche aus über Gorak-Shep ins Basislager aufgestiegen.

Die Platzsuche im Basislager war etwas schwierig angesichts der gut 400 Gipfel-Aspiratenten mitsamt dem gesamten „Hofstab“ sind doch hunderte Zelte hier aufgebaut.

Everest Basislager

Nach längerem Suchen haben wir aber einen super Platz gefunden, etwas abseits gut versteckt aber doch nicht im Nirgendwo.

Unser Lagerplatz

Den Nachmittag brauchten wir um die Zeltplätze herzurichten und zwei Schlafzelte, das Küchenzelt und unser großes Domezelt aufzustellen. In den späten Nachmittagsstunden sind wir dann nochmals Richtung Gorak-Shep abgestiegen. Hier werden wir nochmals in der übervollen Lodge nächtigen ehe wir morgen dann endgültig ins Basislager übersiedeln. Den morgigen Tag werden wir wohl nochmals brauchen, um unser Lager weiter aufzubauen damit wir dann ab morgen wirklich dort bleiben können.

Liebe Grüße vom gesamten Team – wir sind froh endlich hier zu sein.

Blick auf den Everest

24.04. Gorak Shep

Ich habe mit Markus gestern den Kongma La bei Schneefall und wenig Wind überquert. Nach etwas über 4 1/2 Stunden sind wir in Lobuche angekommen, wo wir Georg, Noemi und den Rest unserer Mannschaft wieder getroffen haben, die Lobuche auf dem Talweg erreicht haben.

Heute werden wir weiter bis Gorak Shep und ins Everest Basecamp aufsteigen und beginnen, unser Lager für die nächsten Wochen einzurichten. Das Wetter ist heute ganz gut. Zur Abwechslung mal kein Schneefall und auch windstill.

Nach 3 Wochen erreichen wir endlich das Basecamp. Jetzt geht es richtig los!

22.04. Chukhung

Wir sind gestern noch von Dingboche weiter bis Chukhung aufgestiegen, in gemütlichen 3 Stunden. Normalerweise ist diese Etappe aufgrund des großen Höhenunterschiedes von nahezu 900 Höhenmeter – Chukhung liegt auf 4700 Meter – nicht empfehlenswert, aber wir sind ja durch unsere bisherigen Etappen schon gut akklimatisiert und können so einen Aufstieg gut verkraften.

Blick auf Chhukung

Chukhung hat sich seit meinem letzten Besuch hier im Jahr 2011 ziemlich verändert, es stehen hier mittlerweile ein paar sehr stattliche, große Lodges, in einer derer auch wir uns einquartiert haben. Am Nachmittag hat es wieder begonnen zu schneien.
Heute morgen erwartete uns jedoch ein blauer Himmel und so sind Markus und ich wie geplant zeitig in der Früh und relativ schnell auf den 5560 Meter hohen Hausberg von Chukhung, den Chukhung Ri gestiegen.

Chukung Ri 5555m

War heute bei Sonnenaufgang der Himmel vollkommen wolkenlos, so haben sich bald wieder Quellwolken aufgetürmt, leider hatten wir dadurch kaum Sicht auf die beeindruckende Nuptse-Lhotse Wand noch auf die anderen tollen Berge um uns herum.
Ich bin also ziemlich zufrieden, dass ich schon vor Sonnenaufgang, so gegen 0530 aus meinem Schlafsack gekrochen bin um ein paar schöne Bilder von der Ama Dablam zu machen, dessen Nordwest Seite wir hier von Chukhung aus sehen.

Ama Dablam bei Sonnenaufgang

Georg war heute nicht fit, wollte also lieber in der Lodge bleiben und auch Noemi ist erst später gestartet.
Nun sind Markus und ich wieder in der Lodge und bereiten uns auf die morgige Überschreitung des Kongma La Passes bis nach Lobuche vor.

Die Casio PRO TREK Smartwatch wird schon fleissig getestet.

 

Wir nähern uns endlich dem Basislager! Ich hoffe, dass sich bald das Wetter zu unseren Gunsten bessern wird, derzeit sieht es leider nicht danach aus, es kommt viel Feuchtigkeit vom Süden, dem Tiefland, zu uns herauf. Derzeit ist Schnee und Niederschlag kein Problem für uns, aber wenn es dann am Everest zur Sache gehen wird, wäre schönes Wetter doch wichtig!!

Haltet uns die Daumen.

Blick auf die Ama Dablam

20.04. Pangboche

Gruppenbild in Namche

 

Von Namche Bazaar aus sind wir gestern weiter in Richtung Everest-Basislager bis nach Pangboche gewandert. Hier gibt es eine sehr alte und schöne Gompa. Das Wetter hat nun endgültig umgeschlagen und es ist wolkenverhangen, nebelig und recht kalt.

Heute nächsten Morgen sind unsere Yaks mit der unsere Ausrüstung fürs Basislager vorbeigekommen.

Beladen der Yaks in Namche

 

Morgendlicher Besuch unserer Yak-Karawane

Wir gehen heute noch weiter bis Chhukhung, wo wir noch einige Tage bleiben werden, bevor wir dann für die restliche Expedition unsere Zelte im Everest-Basislager aufschlagen.