29.03. Rembrandt van Rijn

Auf Grund des starken Windes, bis zu 9 Windstärken auf der Beaufort Skala, dem starken Schneetreiben und der extrem schlechten Sicht ist heute weder an eine Landung noch an einen Ausflug oder gar einer Skitour zu denken.
Nach der gestrigen Skitour hatte wohl niemand von uns Lust, mit dem Zodiak an Land zu fahren, zumal das Wetter empfindlich schelchter ist als gestern…
So bleibt uns heute nichts anderes übrig, als einen “Hüttentag” einzulegen. Verschiedene Vorträge und kurze Filmvorführungen, unter anderem von unserem Manaslu-Film sowie ein Besuch auf der Schiffsbrücke inklusive Erörterungen von unserem Kapitän Sven vertreiben uns den Tag.
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Zum Glück liegen wir in einer weitgehend abgeschirmten Bucht, sodas trotz des starken Windes nur kleine Wellen aufkommen und die Rembrandt kaum schuakelt, was den Tag für viele von uns wohl etwas leichter macht…
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Nun, wir hoffen morgen noch einen schönen Tag zu erleben, in der Hoffnung das sich das Wetter wieder wie vorhergesagt bessern wird.
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Hier noch zwei Bilder von unserer gestrigen Tour.
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28.03. Hesteyrarfjördur

Das gestrige gute Wetter hatten wir heute leider nicht mehr! Schon vor dem Frühstück war eigentlich klar, dass die gestern noch angepeilte Landung in Adalvik schwierig werden würde: starker Wind, hohe Wellen und schlechtes Wetter… der Wind hatte über Nacht auf Nordost gedreht, das war eigentlich vorrausgesagt, allerdings erst für heute Nachmittag. Nun ja, manchmal kommt das Wetter eben etwas früher und so mussten wir umdisponieren.
Nichtsdestotrotz fuhren unser Expeditionsleiter Christian sowie unser Bergführer Markus mit dem Zodiak bis knapp zum angepeilten Strand, dort war eine Landung bei nahezu 4 Meter hohen Wellen natürlich unmöglich.
Wir haben also spontan umdisponiert und sind in den Hesteyrarfjördur gefahren und hier, in doch etwas abgeschirmter Lage, am Nachmittag angelandet.
Hier war allerdings auch das Wetter alles andere als optimal, starker Wind, Schneefall und kaum Sicht.
Dennoch sind wir alle auf Tour gestartet, die Schneeschuhwanderer auf eine kurze Tour, wir Skitourengeher auf einen knapp 600 Meter hohen Berg, den wir allerdings kaum sehen konnten, so schlecht war die Sicht. Auch der Wind nahm mit jedem Meter aufstieg zu, eine richtig ungemütliche Tour.
Auf halber Strecke haben wir uns aufgeteilt, da die Hälfte unserer Truppe wieder abfahren wollte.
Mit verkleinerter Mannschaft sind wir die restlichen Meter bis zum Gipfel aufgestiegen und anschließend gleich abgefahren.
Die Windböen hatten wohl ca. 70 bis 80 kmh, die Sicht sehr schelcht… Sicherlich wird diese Tour nicht als die schönste unserer Reise in Erinnerung bleiben, aber nach dieser doch kalten Angelegenheit macht das gemütliche Bordleben einfach mehr Spass, als wenn wir nicht an Land gegangen wären.
Wir freuen uns jetzt schon auf das gute Abendessen. heute gibt es nach der obligaten Suppe Lachs mit Zitronenreis… Unser indischer Koch legt sich ziemlich ins Zeug und das Essen macht Spass! Auch sonst ist das Leben hier an Bord unseres Schiffes sehr angenehm, es fehlt uns eigentlich an nichts, im Gegenteil werden wir von Beverly und der restlichen Mannschaft richtiggehend umsorgt und betreut! Die Mannschaft ist wirklich vorbildlich, super motiviert und hilfsbereit, wahrlich eine Freude!!
Nun fahren wir wieder in den nächsten Fjord, in den wohlklingenden Veidileysufjördur, wo wir uns für morgen eine neue Tour aussuchen werden, je nach Wind und Wetter Situation…
Ach ja, heute kaum Bilder von der Tour… Das Wetter war einfach zu schlecht!

27.03. Hornvik

Nach einer stürmischen Überfahrt auf die Nordseite von dem Westfjordland sind wir heute in der kleinen Bucht von Hornvik aufgewacht.
Gestern, aufgrund der Südwest-Strömung, hat unser Kapitän Sven entschieden, dass wir die Bedingungen für eine Fahrt auf die Nordseite nutzen sollten…
Noch im großen Fjord wurde der Wellengang größer und größer. Als es um ca. 1900 Abendessen gab war das Restaurant nur mehr maximal zur Hälfte voll. Immer weniger Leute wollten essen und Nachtisch gab es dann in Unmengen, da die meisten an Bord entweder an Deck trotz des kalten Windes Frischluft benötigten oder seekrank in Ihren Kojen lagen :-(. Als wir gegen Mitternacht den Anker warfen, war die See schon wieder sehr ruhig und es ging den meisten wieder besser, jedenfalls waren wir zum Frühstück wieder alle versammelt und die meisten hatten einen sehr großen Hunger, nach dem ausgelassen Abendessen…
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Heute sind wir an der Halbinsel von Hornvik gelandet und auf zwei sehr schöne Gipfel gestiegen…

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Der erste bildet das wahre Horn von Hornvik, eine nach Norden senkrecht abfallende, 500 Meter hohe Klippe, die auf Ihre Westseite steile aber schöne Hänge hat.

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Wir sind schnell aufgestiegen, nach oben wurde es sehr steil und die meisten von uns haben dann doch ihre Ski im Skidepot hinterlassen und sind zu Fuss die letzten Meter zum kleinen aber steilen Gipfel gestiegen.
Sehr beeindruckend waren die tausend und abertausende Seevögel, die in den senkrechten Klippen nisten und in der Thermik herumwirbelten…
27_03_klippe_seevoegel
Nach einer kurzen Abfahrt in den Bergkessel ging es dann auf den zweiten, eher flacheren Bergrücken. Hier erwartete uns wiederum starker und kalter (Ost-)Wind.

27_03_klippe
Die Abfahrt war allerdings ganz gut, da wir uns für die steile Abfahrt durch die Ostseite des Berges entschlossen haben.
27_03_abfahrt

Nach der tollen Abfahrt kamen wir zu unserem Strand und wurden per Zodiak wieder an Bord der Rembrandt Van Rijn gebracht.

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Diese Zodiak “Operations”, wie das im Fachjaregon heißt, sind immer eine eher langwierige Geschichte, wir sind da teilweise 1 Stunde damit beschäftigt, die gesamte Truppe an Land bzw. wieder an Bord zu bringen. Die Zodiakfahrten sind hier in Island eher lang, da der Kapitän die Gewässer noch nicht kennt und deshalb eher entfernt vom Strand den Anker werfen muss.
Die Rückfahrt mit dem Zodiak wurde jedenfalls eine eher nasse Angelegenheit, da Sven selbst den Zodiak fuhr und ordentlich Gas gab! Bei starkem Gegenwind und dem Wellengang wurden wir richtiggehend geduscht :-) Aber alles nur halb so schlimm, da wir ja alle gute Goretex Kleidung anhaben…

Nun sind wir alle wieder gut an Bord, das Abendessen haben wir heute etwas früher erledigt, damit wir alle noch Appetit haben: auf Grund von drehenden Winden und einer Nordströmung, die sich morgen einstellen sollte, segeln wir heute schon wieder in den Hauptfjord, deshalb erwartet uns wiederum eine etwas wellige Überfahrt… Noch geht es uns allen gut, aber wahrscheinlich werden bald wieder die ersten an die frische Luft gehen wollen ;-)
Die ersten 2 Tage unsere Kreuzfahrt sind jedenfalls bestens verlaufen! Speziell der heutige Tag, mit 2 Gipfeln bei perfektem Wetter, tollem Vogelspektakel und schönen Schneeverhältnissen war ein erster Höhepunkt unserer Reise.
Beeindruckend die tiefe, arktische Sonne, welche die Landschaften in ein sehr sanftes Licht hüllt, das stahlblaue, arktische Meer – tolle und einzigartige Landschaften…

26.03. Hrafnfoerdur

Nach dem gestrigen Nachtspektakel hatten wir eine sehr gute Nacht! Nachtrag: gestern Abend, gegen ca. 2200 haben wir sehr schöne Nordlichter – Aurora Borealis – gesehen.
Grünschimmernde Vorhänge, die sich über den gesamten Himmel gezogen haben. Sehr beeindruckend und faszinierend.
Für mich die bisher schönsten und eindruckvollsten Nordlichter die ich sehen konnte…
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Sonnenaufgang im Fjord
Nach einer guten und erholsamen Nacht wurden wir um 0700 geweckt. Blauer Himmel, kalte – arktische – Temperaturen, einiges an Wind. Jedenfalls vielversprechendes Wetter.
Unser Plan war heute am Ende des Hrafn Fjords an Land zu gehen und dort auf einen ca. 800 Meter hohen Gipfel zu steigen.
Nach dem unser Kapitän Sven sich durch unbekanntes und vor allem nicht kartiertes Wasser vorgewagt hatte, führen Markus, Christian – unser Expeditionsleiter – und ich mit einem Zodiak und unserer gesammten Ladung Ski an Land, um eine gute Landestelle auszukundschaften.
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Bald schon waren wir alle an Land und konnten in unserer erste Skitour starten.
Wie schon gestern erwähnt haben wir insgesamt nicht allzu viel Schnee, hier aber, in den nördlichen Fjorden des Westfjordlandes, liegt jedenfalls genug Schnee für uns.
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Die Gipfel sind hier nicht allzu hoch, um ca. 800 Meter, allerdings starten wir ja bei 0, insofern sind es insgesamt doch ganz nette Skitouren.
Bei zunehmendem Wind sind wir auf dem hartgepressten Schnee aufgestiegen, alle guter Dinge und voller Tatendrang!
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Je höher wir kamen umso stärker der Wind, am Gipfel dann eine wahrhaft steife Brise, weshalb wir nicht allzu lange oben blieben.
Eine schöne Abfahrt über steile Hänge führte uns wieder zurück bis zu unserer Bucht.
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Hier wurden wir wiederum von den Zodiaks abgeholt und an Bord gebracht. Die ganze Prozedur dauert jedesmal einige Zeit, so waren wir schlußendlich gegen 1600 alle wieder an Bord, auch unsere Schneeschuhwanderer.
Eine erste, kurze aber sehr schöne Tour, die uns einen guten Einblick in die Schneesituation ermöglicht hat.
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Nun segeln wir wieder. Unser Kapitän Sven will um die gesamte Halbinsel bis auf die Nordseite segeln und dort am Hornvik ankern.
Hinweis: Mit einem Klick auf “Aktueller Standort” rechts oben im Blog lässt sich die bisherige Route sehr gut verfolgen!
Dort werden wir morgen eine oder vielleicht sogar zwei schöne Gipfel besteigen.
Wir sind nun alle bei Kaffee und Kuchen, bzw. auch Wein und Bier, jeder nach seinem Belieben.
Unser Leben hier an Bord ist gemütlich, es fehlt uns an nichts! Der nächste Höhepunkt des Tages wird wohl unser Abendessen werden und wer weiss, vielleicht haben wir heute Nacht wieder Glück und können Nordlichter sehen…

25.03. Isafjödur

Wir sind von Isafjödur gerade in See gestochen.

25_03_isafjordur_hafen

Am Hafen von Isafjodur

Die Fahrt war lang aber sehr schön. Der starke Regen von heute früh hat bald aufgehört und schon am Vormittag hat es weitgehend aufgerissen.

Hier ein paar Eindrücke von unserer Fahrt

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25_03_strasse

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Westfjordland

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Tolle Ausblicke auf die verschneiten Bergkuppen von Westisland. Gegen 16 Uhr sind wir schlußendlich in Isafjödur angekommen, haben unsere Kabinen bezogen, das Gepäck und vor allem unsere Ski an Bord verstaut.

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Unser Bergführer Markus

Jetzt, nach dem obligaten Sicherheitsbriefing, sind wir um 19 Uhr in See gestochen. Bald gibt es Abendessen.

Die Temperaturen liegen um 0 grad, 1-2 grad plus…

Das Wetter ist derzeit ganz gut, ein wenig windig. Laut Wetterbericht sollte es in den nächsten Tagen so bleiben, vielleicht ein wenig kälter werden.

Die Stimmung an Bord ist gut, kein Wunder! Wir stechen in See und unser Abenteuer beginnt…

24.03. Reykjavik

Alle Teilnehmer sind inkl. Gepäck gut in Reykjavik angekommen. Nach einem guten  Abendessen freuen wir uns schon alle auf die landschaftlich sehr abwechslungsreiche Überlandfahrt nach Isafjördur, wo unser Schiff vor Anker liegt.

 

20.03. Bald gehts nach Island

Nur mehr wenige Tage bis zum Start unserer einmaligen Entdeckungskreuzfahrt in der zerklüfteten Fjordlandschaft von Nordwest Island.

Am Dienstag, den 24. März starten wir unsere Reise von München über Reykjavik nach Isafjördur, wo wir uns auf unserem speziell ausgerüsteten und komfortablen Dreimastsegelboot Rembrandt van Rijn einschiffen werden.

Die nächsten Tage erkunden wir die einmalige Küstenlandschaft der sogenannten Westfjorden Islands. Es erwartet uns ein weitläufiges Skitourengebiet, weitverzweigte Fjordsysteme, beeindruckende Berglandschaften und alpine Gipfel.

Freut euch auf spannende Berichte!

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