17.03. Cargo verschickt

Letzte Woche haben wir uns bei Markus getroffen und gemeinsam unsere Ausrüstung für die Luftfracht nach Nepal verpackt. Insgesamt knapp 200 Kg an Ausrüstung und Verpflegung sind hier zusammen gekommen.
Eine Leichtexpedition mag wohl anders ablaufen, mag sich der Eine oder Andere denken… nun, wir haben unter Anderem 2 große Dome-Zelte für unser Basislager, 8 Hochlagerzelte, 4 Basislagerzelte, verschiedene Schlafmatten und weiteres.
Natürlich auch einiges an alpentechnischer Ausrüstung – immerhin wollen wir ja einen Berg besteigen 😉

Das Gros des Cargo besteht auch heuer wieder aus Verpflegung und Nahrung! Selbst wenn wir einen erfahrenen Koch mit dabei haben, der uns 8 Wochen lang verköstigen wird und somit auch Zeit hat, sich an unseren Geschmack und unsere Vorlieben anzupassen, so brauchen wir doch Abwechslung und auch vertraute Nahrung! So dürfen z.B. Speck – ein großen Dank an die Fleischhauerei Rumpold – Neukirchen, Schüttelbrot und etwas Hartkäse nicht fehlen, genauso wenig wie Mannerschnitten (Vollkorn, versteht sich 😉 ), Schokolade, sowie einiges an Cashwee-Nüssen.

Unser Frühstück wird während der gesamten Expedition zu einem Großteil aus Jentschura Morgenstund‘ bestehen – da haben wir einiges eingepackt… sowie auch einiges an WurzelKraft und natürlich TischleinDeckDich. Diese wertvollen Nahrungsmittel von Jentschura werden wir auch im Zuge der Besteigung schätzen und bildet das Gros unserer Hochlagerverpflegung!
Hierzu kommen auch noch die einen oder anderen Kraftriegel.

Dank der tollen Arbeit unserer Spedition Ontime-Logistics aus Salzburg, die sich schon bei früheren Expeditionen um unser Cargo gekümmert hat, ist unsere Luftfracht via Istanbul schon vor ein paar Tagen in Kathmandu eingetroffen.
Nun heißt es allerdings, die größte Hürde des Unternehmens zu nehmen: die Verzollung am Flughafen Kathmandu!

Hier wird erfahrungsgemäß alles ausgepackt, alles kontrolliert und mit unseren beigelegten Listen und den Frachtpapieren gegengecheckt… Verzollt und freigegeben. Ein Prozess der jetzt schon ein paar Tage andauert und wohl noch einiges an Zeit und Nerven brauchen wird. Zum Glück wird das von meinem Nepalesischen Partner abgewickelt, der als Nepalese den entsprechenden Gleichmut mitbringt um die behördliche Willkür in Nepal zu ertragen…
Ich hoffe, das sich unser Cargo Anfang nächster Woche „auf der richtigen Seite des Grenzbaumes“ befindet…

 

01.03. Regeneration

Wie schon in meinem Trainingsbeitrag angekündigt möchte ich heute ein paar Sätze zur wichtige Regeneration schreiben.

In einem selben Umfang, wie ich in den letzten Monaten mein Training intensiviert und im Laufe der Zeit optimiert habe, wurde mir auch vor Augen geführt wie wichtig bzw. unverzichtbar eine optimale Regeneration ist. Im „Mikro-Zyklus“, also zwischen den einzelnen Trainingseinheiten, wie auch im Makro-Zyklus im Verlauf der Trainingswochen und Monate.
So habe ich zum Beispiel alle paar Wochen intensiveren Trainings eine Woche ohne intensiven Training, lediglich mit regenerativen Einheiten – also z.B. ganz gemütliche Laufeinheiten mit sehr niedrigem Puls – eingelegt. Dies diente mir auch zur zeitlichen Unterbrechung zwischen verschiedenen Trainingsblöcken und zur besseren Fokussierung auf den nächsten Zyklus.

Regeneration wird oftmals als passive Erholung wahrgenommen. Dies ist natürlich ein wichtiger Aspekt, der ebenso gezielt unterstützt werden kann. So konnte unser gesamtes Team, dank der wertvollen Unterstützung der Firma P. Jentschura regelmäßig und speziell nach intensiven Trainingseinheiten in regenerativen Basenbädern die müden Körper in einem basischen (Voll- oder Fuss-) Bad von den durch die Anstrengung gebildeten Säuren und Schlacken befreien und somit eine schnellere und bessere Regeneration erzielen.
Neben (basischen) Vollbädern schwören andere Sportler z.B. auf Eisbäder… nun wer’s mag 😉 meins ist die Kälte nicht, muss ich gestehen… Ich setzte lieber auf die wohltuende Wärme der basischen Vollbäder oder z.B. in einer Sauna oder einem Dampfbad.

Regeneration hat nicht nur mit Rast zu tun, man kann auch gezielt aktiv regenerieren, z.B. mit kurzen Laufeinheiten bei sehr niedrigem Puls, ein paar Stunden nach einer langen, intensiven Einheit…
Jedenfalls geht es bei der Regeneration darum, dass der Körper rasch auf die nächste intensive Trainingseinheit vorbereitet wird, um den nächsten Trainingsimpuls setzen zu können und so Kraft und/oder Ausdauer im laufe der Wochen auszubauen.

Die jetzige Woche ist meine „Training Peak“ Woche, das beutetet, dass ich in dieser Woche die intensivsten Einheiten meines gesamten Trainings setze. Nicht nur pro Trainingseinheit, sondern auch in der zeitlichen Abfolge. So hab ich vergangenen Sonntag eine sehr intensive und entsprechend lange Einheit mit 25 Kg Gepäck und (mehr oder weniger) in voller Expeditionsmontur gesetzt. Morgen, nach 3 Tagen Regeneration wartet nochmals eine sehr intensive Einheit auf mich… Höchstwahrscheinlich werde ich wiederum auf meinen Hausberg Hafelekar oberhalb von Innsbruck steigen.

Gepaart mit den vergangenen Trainingswochen fühle ich mich mittlerweile in einem sehr guten Trainingszustand – derzeit zwar in einem konstanten Zustand leichter Ermüdung und mit schweren Beinen, aber sobald ich mich bewege und Leistung abrufe verfliegt die Müdigkeit und der Körper kann ganz gezielt die gewünschte Leistung bringen.

In knapp 4 Wochen fliegen wir nach Nepal und starten in die Expedition bzw. unserem langen und anstrengenden Anmarsch. Auf die morgige Einheit werden somit ca. 10 Tage Erholung und Regeneration folgen, vor dem ich die letzten 2-3 Wochen in Österreich mit leichtem, extensiven Ausdauertraining verbringen möchte, um vollständig ausgeruht und mit spritzigem Körper starten zu können. Mal sehen, ob das alles schlussendlich so aufgeht, wie ich es mir vorstelle, bisher bin ich mit dem Verlauf meiner konditionellen Vorbereitung sehr zufrieden und kann behaupten, dass ich vor keiner meiner bisherigen Expeditionen konditionell auch nur ansatzweise so gut trainiert war…

Am kommenden Samstag werden wir in Salzburg unser Cargo packen und somit einen Großteil unserer Ausrüstung nach Nepal verfrachten, insofern werde ich in den kommenden Tagen einen Beitrag über unsere Ausrüstung schreiben…

16.02. Unterstützen Sie unsere Expedition

MIT DEM KAUF EINER GRUSSKARTE
und nehmen Sie am Gewinnspiel teil!

postkarte_everest17

Unterstützen Sie unsere Expeditionsteilnehmer Hannes, Markus, Georg und Noemi!
Sie erhalten als Dankeschön eine Expeditionskarte direkt aus Nepal sowie die Chance auf unvergessliche Bergmomente mit unseren Bergführern und weitere tolle Preise.

Mit einem Beitrag von € 20,- sind Sie dabei!

BTV – Bankverbindung: Everest Expedition 2017
IBAN: AT58 1600 0004 0043 4123
BIC: BTVAAT22XXX

GEWINNSPIEL
Unter allen Unterstützern werden folgende Gewinne verlost:

  • Eine Matterhorn-Besteigung für 1 Person (über Hornli-Grat) mit Georg Leithner (exkl. Anreise, Hütte/Verpflegung) im Wert von € 1.100,-
  • Eine Großglockner-Besteigung mit Markus Amon für 3 Personen inkl. Übernachtung auf der Stüdlhütte mit Halbpension im Wert von € 750,-
  • Ein CLEARSKIES Reisegutschein in der Höhe von € 500,-
  • Ein original Expeditionszelt (Spezialanfertigung Mc Kinley Quantum 3) im Wert von € 450,-
  • Drei Expeditionspakete von P. Jentschura im Wert von jeweils € 120,- bestehend aus
    • MorgenStund‘-Powerbrei (2000g, Superfood für volle Leistung)
    • WurzelKraft-Pflanzengranulat (330g, Vitalstoffbombe für die Rundumversorgung)
    • MeineBase-Körperpflegesalz (1500g, Basenpower für eine optimale Regeneration)

 

Bitte senden Sie uns ein E-Mail mit Ihren Adressdaten für die Grußkarte!
>> Ja, ich unterstützte die Expedition! (Ihr E-Mailprogramm wird geöffnet)

 

Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung mit der Firma Clearskies Expeditionen & Trekking. Die personenbezogenen Daten werden ausschießlich für die Zusendung der Grußkarte genutzt und nicht weitergegeben. Keine Barablöse. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich verständigt.

 

14.02.2017 Training

Gestern war wieder ein ziemlich erfolgreicher Trainingstag! Nicht mein bester Tag, aber schlussendlich war ich ganz zufrieden.
Mit einem 23 Kg schwerem Rucksack und meinen dicken (und warmen 🙂 ) Expeditions-Schuhen bin ich auf meiner angestammten Trainingsstrecke auf der Innsbrucker Nordkette von der Hungerburg, oberhalb von Innsbruck, auf die Seegrube gestiegen: knapp 1.100 Höhenmeter in ca. 2h15.
Nicht schlecht, aber wie gesagt hatte ich gestern nicht meinen besten Tag. Es muss auch ab und an Tage geben, an denen es einem etwas schwerer fällt…

seegrube_130217_2

Wie trainiert man auf einem Achttausender „by fair means“?? Nun, wie „man“ trainiert möchte ich nicht in die Welt setzen, aber wie ich in den letzten 12 Monaten intensiv trainiert habe kann ich hier etwas näher ausführen.

Eines vorweg: auf der Seegrube und auf dem Hafele Kar war ich in den letzten Monaten oft. Wie schon erwähnt handelt es sich, Sommer wie Winter, um eine ideale Trainingsstrecke: von zu Hause aus knapp 1.700 Höhenmeter mit wenig horizontaler Distanz. Stellenweise steil, stellenweise felsiger Untergrund (im Sommer aber auch in schneearmen Wintern wie heuer) und vor allem gibt es hier oberhalb von Innsbruck nahezu unzählige Wege und Routen. Mein wichtigster Leitsatz im Training: Abwechslung, Abwechslung, Abwechslung… unzählige Routen am gleichen Berg, alle ein bisschen unterschiedlich im Profil und im Charakter, das gibt es nur äußerst selten, und das VOR MEINER HAUSTÜR!!

hafelekar_150117

Selbstverständlich habe ich in der vergangenen Monaten viele andere Berge bestiegen, zu Fuss und auch mit Ski, aber die Nordkette oberhalb von Innsbruck ist ein ideales Ziel, schon alleine aus dem Grund, dass ich nur von der Haustür los muss und schon am Berg bin. Also kein zeitlicher Verlust durch mehr oder weniger langen Fahren…

Genauso wichtig wie die Abwechslung in Bezug auf die Aufstiegsroute oder den Berg ist auch die Abwechslung in der Anstrengung bzw. Intensität der Trainingseinheit.
Letztes Jahr, im Winter und Frühling, habe ich hauptsächlich ohne Gewicht trainiert. Sehr viel Berglauf bis hin zu langen Touren. So war ich an manchen Tagen gleich 2 Mal am Hafele Kar, damit ich an einem Tag bis zu 3.000 oder sogar knapp mehr Höhenmeter „schaffe“…
An anderen tagen dann nur ein Aufstieg, dafür aber im Laufschritt und auf Zeit.
Ich habe im Sommer einige „Doppelüberschreitungen“ gemacht, also zum Beispiel vom Stubaital auf die Kesselspitze und runter ins Gschnitztal und dann die gleiche Strecke wieder retour…

seegrube_070217

Je besser die Kondition, umso mehr Gewicht habe ich mir in den Rucksack gepackt. So habe ich schon im Sommer eines meiner alten Kletterseile in den Rucksack gelegt und nicht mehr herausgenommen. So starte ich, selbst wenn der Rucksack „leer“ ist, immer mit mindestens 7 Kg am Buckel…
Und mittlerweile kommt zusätzlich mehr oder weniger viel Wasser in den Rucksack. Wasser hat den großen Vorteil, dass man es wegschütten kann, sollte es doch mal zu schwer werden, bzw. für den Abstieg. Und sofern der Wasserkanister nicht voll ist schwappt das Wasser hin und her, was zusätzlich die so wichtige Rumpfmuskulatur trainiert.

An manchen Tagen gehe ich mit insgesamt 25 Kg, an anderen mit etwas weniger Gewicht. Ab und an lege ich eine lange Einheit ohne großem Gewicht ein, dafür aber viele Höhenmeter und das Ganze auf Zeit. Wie schon gesagt: Hauptsache Abwechslung !

seegrube_130217

In den letzten Monaten habe ich auch viel mit Pulsuhr trainiert und in verschiedenen Pulsbereichen unterschiedliche Einheiten eingelegt. Leider ist letzte Woche mein Brustgurt gebrochen… was aber gar nicht so schlimm ist, da ich lieber auf meinen Körper höre und das Training nach Gefühl mache.
Dazu gehört aber auch die sehr wichtige Regeneration! Intensive Einheiten sind wichtig, aber genauso wichtig ist hier die Regenration, ein Thema auf das ich in einem nächsten Blogeintrag noch näher eingehen möchte. Denn nur wer genügend und vor allem richtig regeneriert, vermeidet ein Übertraining…
So hat sich über die Trainingsmonate hin ein Zyklus von ca. 5 Wochen ergeben, in dem ich nach ca. 4 Wochen Training eine Regenerationswoche eingelegt habe.

Nun stehen vor unserer Abreise noch ca. 6 Wochen zur Verfügung. Ich plane in 2 oder 3 Wochen mein Trainings-„Gipfel“ zu erreichen, also über die Woche gesehen das intensivste Trainingspensum einzulegen. Und dann wird dem Körper auch wieder die wichtige Regeneration vor dem Start unserer Expedition gegeben, denn wichtig ist natürlich, gut ausgeruht in die Expedition zu starten.

Ich werde in den kommenden Wochen näher auf die Vorbereitungen zu unserer Expedition berichten, als nächstes steht das Thema Regeneration an, wie schon erwähnt ein integraler Teil des Trainings.

 

04.02. Bald startet unsere Mt. Everest Expedition

Im April 2017 ist es soweit! Unser erfahrenes Expeditionsteam begibt sich auf eine anspruchsvolle Expedition nach Nepal.

Unsere österreichisch-schweizerische Expedition mit Expeditionsleiter Hannes Gröbner wird im Frühjahr 2017 den Mount Everest auf nepalesischer Seite entlang der Südroute besteigen.

Das Team vervollständigen Markus Amon, Extrembergsteiger und Chef der ÖAMTC Flugrettung Österreichs sowie Georg Leithner, Bergführer aus Salzburg und Noemi Beuret aus der Schweiz.

clearskies_nepal_everestbesteigung17_1

Die Besteigung der 8848 m hohen Sagarmatha, wie der Mt. Everest auf nepalesisch genannt wird, erfolgt „by fair means“, also ohne künstlichen Sauerstoff und ohne Hilfe von Hochträgern. Dem Team ist es ein großes Anliegen, den Berg nicht zu „bezwingen“ sondern sich nach traditionell alpinistischen Maßstäben dem Berg zu nähern und ihn aus eigener Kraft zu besteigen. Auch der Anmarsch erfolgt ohne jegliche Nutzung von Flugzeug oder Helikopter, der Lastentransport bis ins Basislager erfolgt mit Yak-Karawane.

28.06. Abschlussbericht Peru und Bolivien Reise – Teil 1

Nachdem wir bereits vor 8 Tagen den Titicaca See verlassen haben, und heute schon in La Paz, der Hauptstadt von Bolivien sind, ist natürlich viel passiert.

IMG_1364

Über das Altiplano fuhren wir ca. 3 Stunden bis in unser erstes Lager an der Lagune Ajwani. Überrascht dass es auch hier Lodges wie in Nepal gibt, quartierten wir uns in das große Gebäude ein, einziger Unterschied: sie wurde nie fertig gestellt, also auch keine Betten – schlafen auf dem Holzboden, und sie wird auch nicht bewirtschaftet deshalb haben wir unser eigenes Kochteam dabei. Dieses wiederum verwöhnte uns die letzten Tage vom Allerfeinsten.

IMG_1378

Nicht nur, dass wir den Staat gewechselt haben, nein auch die Landschaft hat sich stark verändert. Ist das Klima doch hier am Altiplano und seinen Bergen noch viel rauer als in Peru. Fast kein Bewuchs, sieht man vom vielen ITSCHU GRAS, ca. 50 cm hohe, sehr starre und stachelige Grasbüsche mal ab. Übrigens gibt es, glaube ich, kaum eine Ritze in der gesamten Ausrüstung, wo sich keine Reste dieses Grases finden. Und dann ist da noch der Wind, der irgendwie, so scheint es, immer weht, was wir Bergler aus den Alpen ja so gar nicht gewöhnt sind.

IMG_1395

Bei strahlendem Sonnenschein haben wir Tags darauf unseren ersten Pass mit 4850m in Richtung Süden überwunden. Mit herrlichem Blick auf unser Endziel, den Huayana Potosi, sind wir dann die letzten Höhenmeter zu unserem Zeltplatz an der Laguna Janchallani abgestiegen.

IMG_1413

Der nächste Tag war ein bedeutender Gipfeltag, zumindest für uns Österreicher, stand doch die Besteigung des 5150 m hohen „Pico Austria“ auf dem Plan.

Nach knapp 4 Stunden, durch eine bizarre, vom Gletscher geformte Landschaft mit einigen leichten Kletterstellen standen wir geschlossen auf dem Gipfel; für einige der erste 5000er!

IMG_1547

Belohnt durch strahlenden Sonnenschein, was wie ihr seht hier keine Seltenheit ist.

Der Abstieg ins Condoriri Lager war nur noch Formsache. Hier haben wir uns für 2 Nächte einquartiert, endlich einmal nicht wieder packen, dafür um 3 Uhr Frühstück. 4 Uhr Abmarsch zu unseren nächsten Gipfelzielen. Zügig ging’s bis zum Gletscher, weiter mit Steigeisen über nie zuvor gesehenes Wassereis, welches wie Terrassen den Gletscher hinauf führte. Lautes Knacken, rutschende Steigeisen, ansonsten Stille, waren die nächste Stunde zu hören, dann kamen wir erst an die Schneegrenze. Bei zunehmendem Tageslicht erreichten wir die Gipfelflanke des Tarija mit 5350m.

30 min später standen alle auf dem Gipfel, und hatten nur ein Ziel vor Augen den 5450m hohen Pequeno Alpamayo, den Kleinen Alpamayo! Kurze Rast, ein kurzer Abstieg durch felsiges Gelände, dann der anstrengende Anstieg über den blanken Firngrat, 50° steil, 9 Uhr, Christian und ich stehen alleine auf dem Gipfel, Jana und Burgi haben entschieden auf dem Tarija zu bleiben.

20`später sind auch die anderen da. Eine herrliche Fernsicht, ein unglaubliches Panorama! Pause!

IMG_2317

Genießen! Fotos schießen!

IMG_2325

3,5 Stunden später sind wir alle müde aber glücklich wieder im Lager – Nachmittag FREI.

Der nächste Tag führte uns über 2 Pässe und auf 700 HM und fast 16 km bis an die Westflanke der Huyana Potosi, eine elendslange und erschöpfende Tagesetappe mit wunderbarem Tagesende!

Die abschließende 6000er Etappe gibt’s dann übermorgen!

24.06. Krönender Abschluss unserer Südamerika Reise

Krönender Abschluss einer unglaublich intensiven Südamerika Reise war vorgestern die Besteigung des 6088m hohen Huayana Potosi!
Gemeinsam mit allen Teilnehmern: Jana, Birtgit, Edith, Burgi, Jörg, Robert, Erwin und Christian, konnte ich nach knapp 4,5 Stunden bei bestem Wetter und sehr guten Bedingungen, den doch nicht so ganz einfachen Gipfel erreichen.
Heute sind bereits alle schon auf dem Weg in die Heimat, inkl. mir. Deshalb gibt es einen ausführlichen Bericht, und natürlich Fotos, über alle Gipfelbesteigungen dann morgen oder übermorgen!