28.06. Abschlussbericht Peru und Bolivien Reise – Teil 1

Nachdem wir bereits vor 8 Tagen den Titicaca See verlassen haben, und heute schon in La Paz, der Hauptstadt von Bolivien sind, ist natürlich viel passiert.

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Über das Altiplano fuhren wir ca. 3 Stunden bis in unser erstes Lager an der Lagune Ajwani. Überrascht dass es auch hier Lodges wie in Nepal gibt, quartierten wir uns in das große Gebäude ein, einziger Unterschied: sie wurde nie fertig gestellt, also auch keine Betten – schlafen auf dem Holzboden, und sie wird auch nicht bewirtschaftet deshalb haben wir unser eigenes Kochteam dabei. Dieses wiederum verwöhnte uns die letzten Tage vom Allerfeinsten.

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Nicht nur, dass wir den Staat gewechselt haben, nein auch die Landschaft hat sich stark verändert. Ist das Klima doch hier am Altiplano und seinen Bergen noch viel rauer als in Peru. Fast kein Bewuchs, sieht man vom vielen ITSCHU GRAS, ca. 50 cm hohe, sehr starre und stachelige Grasbüsche mal ab. Übrigens gibt es, glaube ich, kaum eine Ritze in der gesamten Ausrüstung, wo sich keine Reste dieses Grases finden. Und dann ist da noch der Wind, der irgendwie, so scheint es, immer weht, was wir Bergler aus den Alpen ja so gar nicht gewöhnt sind.

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Bei strahlendem Sonnenschein haben wir Tags darauf unseren ersten Pass mit 4850m in Richtung Süden überwunden. Mit herrlichem Blick auf unser Endziel, den Huayana Potosi, sind wir dann die letzten Höhenmeter zu unserem Zeltplatz an der Laguna Janchallani abgestiegen.

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Der nächste Tag war ein bedeutender Gipfeltag, zumindest für uns Österreicher, stand doch die Besteigung des 5150 m hohen „Pico Austria“ auf dem Plan.

Nach knapp 4 Stunden, durch eine bizarre, vom Gletscher geformte Landschaft mit einigen leichten Kletterstellen standen wir geschlossen auf dem Gipfel; für einige der erste 5000er!

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Belohnt durch strahlenden Sonnenschein, was wie ihr seht hier keine Seltenheit ist.

Der Abstieg ins Condoriri Lager war nur noch Formsache. Hier haben wir uns für 2 Nächte einquartiert, endlich einmal nicht wieder packen, dafür um 3 Uhr Frühstück. 4 Uhr Abmarsch zu unseren nächsten Gipfelzielen. Zügig ging’s bis zum Gletscher, weiter mit Steigeisen über nie zuvor gesehenes Wassereis, welches wie Terrassen den Gletscher hinauf führte. Lautes Knacken, rutschende Steigeisen, ansonsten Stille, waren die nächste Stunde zu hören, dann kamen wir erst an die Schneegrenze. Bei zunehmendem Tageslicht erreichten wir die Gipfelflanke des Tarija mit 5350m.

30 min später standen alle auf dem Gipfel, und hatten nur ein Ziel vor Augen den 5450m hohen Pequeno Alpamayo, den Kleinen Alpamayo! Kurze Rast, ein kurzer Abstieg durch felsiges Gelände, dann der anstrengende Anstieg über den blanken Firngrat, 50° steil, 9 Uhr, Christian und ich stehen alleine auf dem Gipfel, Jana und Burgi haben entschieden auf dem Tarija zu bleiben.

20`später sind auch die anderen da. Eine herrliche Fernsicht, ein unglaubliches Panorama! Pause!

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Genießen! Fotos schießen!

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3,5 Stunden später sind wir alle müde aber glücklich wieder im Lager – Nachmittag FREI.

Der nächste Tag führte uns über 2 Pässe und auf 700 HM und fast 16 km bis an die Westflanke der Huyana Potosi, eine elendslange und erschöpfende Tagesetappe mit wunderbarem Tagesende!

Die abschließende 6000er Etappe gibt’s dann übermorgen!

24.06. Krönender Abschluss unserer Südamerika Reise

Krönender Abschluss einer unglaublich intensiven Südamerika Reise war vorgestern die Besteigung des 6088m hohen Huayana Potosi!
Gemeinsam mit allen Teilnehmern: Jana, Birtgit, Edith, Burgi, Jörg, Robert, Erwin und Christian, konnte ich nach knapp 4,5 Stunden bei bestem Wetter und sehr guten Bedingungen, den doch nicht so ganz einfachen Gipfel erreichen.
Heute sind bereits alle schon auf dem Weg in die Heimat, inkl. mir. Deshalb gibt es einen ausführlichen Bericht, und natürlich Fotos, über alle Gipfelbesteigungen dann morgen oder übermorgen!

22.06. Gipfelerfolg am Huayna Potosi (6088m)

Heute sind wir alle am 6088m hohen Huayana Potosi gestanden. Alle Teilnehmer haben den Gipfel erreicht und sind bereits wieder gut im Hochlager angekommen.

Ein toller Erfolg! Herzliche Gratulation an alle Teilnehmer und den Bergführer Georg Leithner.

 

19.06. Pico Tarija (5350m) und Pequeno Alpamayo (5450m)

Schon wieder zurück im BC. Bei herrlichstem Sonnenschein haben alle den Pico Tarija erreicht.

Robert, Erwin, Christian, Edith, Birgit, Jörg und ich haben im Anschluss mit dem bolivianischen Guideteam noch den Pequeno Alpamayo 5450m bestiegen.

Wir sind alle sehr glücklich über unsere Leistungen, aber auch ziehmlich müde. Der Nachmittag wird von allen zur Erholung genutzt, bevor es morgen in Richtung Huayna Potosi weitergeht.

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Der Pequeno Alpamayo 5450m

17.06. Laguna Khotia-Aywani

Heute erleben wir schon unseren zweiten Tag im Condoriri Gebiet. Nach unserer Abreise aus Copacaba erreichten wir gestern nach einer 4-stündigen Busfahrt die schöne Lagune Khotia-Aywani, wir wir direkt am See unser Lager aufbauten.

Anschließend machten wir noch eine gemütliche Tour bis auf 4800m Höhe. Wir genießen die herrliche Landschaft und das gute Wetter. Das einheimische Team verwöhnt uns aufs Beste.

Allen geht es gut und wir senden herzliche Grüße in die Heimat.

15.06. Copacabana

Rechtzeitig, um 8:00, starteten wir heute um die Isla del Sol zu bewandern.

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Von unserem Hotel an der Südseite der Insel, wanderten wir über den Insel Höhenweg, der auch knapp die 4000 m Marke übersteigt, gen Norden.

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In leichtem Auf und Ab, oder Nepali flat,kamen wir recht zügig voran, ein gutes Zeichen das die Akklimatisierungsphase abgeschlossen ist.

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Strahlender Sonnenschein begleitete uns bis wir am anderen Ende dann zu alten Inka Ruinen kamen, die wohl ziemlich die ersten ihrer Art sein dürften.

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Bei der anschließenden Rückfahrt nach Copacabana konnten wir uns durch den stetigen Blick auf die Corrdilera Real auf die kommenden Tage einstimmen. Um den Tag abzurunden, geniessen wir den Blick auf den großen blauen See vom Hotelzimmer aus.

Ab morgen gibt es dann wieder Kurzberichte, ohne Bilder da ich über Satellit keine große Datenmengen verschicken kann. Wie es uns in den Bergen ergangen ist, werde ich ausführlich und mit Bildern berichten, sobald wir in La Paz ankommen.

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13.06. Von Cuzco nach Puno

Über das Altiplano zum Tititaka See

Von Cuzcu geht es anfangs stehtig bergab bis wir die Ruinen von Rakchi erreichen. Diese halb verfallene Inkasiedlung diente hauptsächlich als Lager und Umschlagplatz, für die erzeugten Lebensmittel, um damit einer Hungersnot vorzubeugen. Für bis zu 5 Jahre Nahrung wurde hier in 156 Speichern gebunkert, berichtete unsere einheimische Fremdenführerin.

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Auch sind die Ruinen eines riesigen Tempels noch zu sehen, 120 x 70 Meter Grundfäche und ca. 14 Meter höhe hatte diese Anlage einst, und war somit einer der größten Inkatempel überhaupt. Weiters besichtigten wir eine aus dem 17. Jahundert stammende Kirche die nur aus wenigen Steinen, hauptsächlich aber aus Lehmziegeln und Holz erbaut wurde.

Nach einem guten Mittagessen führte uns dann die Straße sehr gemächlich, kaum das man die Steigung wahr nahm, bis auf den La Raya Pass auf 4338 Meter über den Meeresspiegel.

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Von nun an bewegten wir uns auf dem Altiplano, dem großen Anden Hochplateau, Richtung Süden zum Titikaka See. Diese unglaubliche Weite ist kaum in Worte zu fassen. Kilometer für Kilometer führt die Straße durch diese Weit, nur sanften Hügel zeichnen sich am Horizont ab, ansonsten nur weites flaches Land das fast ausschließlich der Viehzucht dient.

Gegen Ende des Tages erreichten wir schließlich Puno, eine Stadt mit 280.000 Einwohnern am höchst gelegenen Gebirgssees der Erde.

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