16.01. Ruhija Bwindi Impenetrable N.P.

Heute hatten wir den erhofften krönenden Abschluß unserer Reise! Wir sind im Bwindi Impenetrable N.P. auf Gorilla Tracking gegangen und hatten ein wirklich ganz besonderes Erlebnis!
Gleich in der Früh, vor 8 Uhr, sind wir zum Ruhija Headquarter gefahren und wurden binnen einer 3/4 Stunde in das Gorilla Tracking eingewiesen. Es wurden uns die wichtigsten Verhaltensregeln  im Umgamg mit den großen Tieren, die wir zu sehen erhofften, mitgeteilt.
Anschließend ging es ein paar Kilometer per Auto bis zu einem Punkt, an dem die Rangers auf uns warteten, die schon ziemlich genau wussten, wo sich “unsere” Gorilla-Familie aufhalten würde.
Wir sind dann los, in den beeindruckenden, dichten Urwald in Begleitung von 3 Tracking Rangers und 2 bewaffneten Ranger, die für Sicherheit sorgen sollten, falls wir auf andere Tiere stoßen sollten, wie z.B. Schimpansen oder Elefanten.
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Nach knapp 20 Minuten auf und ab im dichten Wald konnten wir schon die ersten 2-3 Gorillas sehen, die sich von einem der großen Bäume “abseilten”. Ab dann ging es Schlag auf Schlag und wir konnten fast alle Mitglieder des 17-köpfigen Familienklans beobachten.
Sehr beeindruckend natürlich die zwei Silberrücken, riesige majestätische Tiere, zu denen wir im dichten Wald bis auf 2-3 Meter Nähe hingehen konnten.
Die Gruppe war zu dem Zeitpunkt als wir sie getroffen haben gerade mit Nahrungsaufnahme beschäftigt und entsprechend aktiv waren die Tiere und so mussten wir uns ständig im dichten Unterholz bewegen, um mit den Tieren mitzuhalten, da sie sich ständig bewegten.
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Auch schien es uns, als ob gerade die SIlber- und auch Schwarzrücken gar nicht so uneingeschränkt glücklich über unsere Zudringlichkeit waren, jedenfalls haben die einzelnen Männchen 2-3 Mal ihre Unzufriedenheit kundgetan, als wir zu nahe herankammen… Ein lautes “Grunzen” und ein paar schnelle Schritte auf uns zu, dann war wieder Ruhe im Gebälk!! Sehr imposante und beeindruckende Tiere.
Natürlich haben wir auch verschiedene Weibchen und auch kleine Gorillas beobachtet, die sich zum Teil in den Bäumen selbst aufhielten…
Wir haben alle viele tolle Fotos gemacht aber auch einfach beobachtet und genossen! Diese großen Tiere haben etwas sehr Menschliches an sich und man spürt, wie nahe die Verwanschaft zwischen Gorillas und Menschen ist… Hoffentlich haben die Schutzmaßnahmen, wie sie hier und in Ruanda unternommen werden, Erfolg damit diese tollen Tiere weiterhin überleben können!!
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Glückliche Gesichter nach dem tollen Gorilla-Tracking
Nun sind wir wiederum in Ruhija und genießen den letzten Nachmittag unserer Reise.
Morgen sind wir zwar auch noch den ganzen Tag in Uganda, allerdings werden wir den morgigen Tag im Auto verbringen, auf der Rückreise von Ruhija bis nach Entebbe, von wo aus wir am Montag früh abfliegen werden.
Es war bisher eine höchst erfolgreiche Reise, selbst wenn wir nicht alle, von uns geplanten “Ziele” erreichen konnten, so hatten wir eine tolle Zeit! Niemand trauert irgendetwas nach, jeder von uns hat das erreicht, was er sich im Herzen vorgenommen bzw. erhofft hatte!
Es sind nicht die Gipfel, die eine Bergtour aussmachen, sondern die Erlebnisse am Weg zum bzw. vom Gipfel zurück. Genauso wenig trauern wir den Schimpansen nach, die wir nicht zu Gesicht bekommen konnten, da wir heute mehr als entschädigt wurden…
Ich möchte mich dafür bedanken, dass Ihr unsere Reise mitbegleitet habt und hoffe, Ihr konntet auch ein wenig von unserer tollen und erlebnisreichen Zeit profitieren!

15.01. Bwindi Nationalpark

Nach einer 7-stündigen Fahrt sind wir nun im Bwindi Nationalpark angekommen. Beim Verlassen des Queen Elisabeth Nationalpark sind wir noch in ein sehr starkes Gewitter gekommen und die Straße war entsprechend aufgeweicht und machte es unserem Fahrer nicht gerade leichter.

Nun sind wir schon sehr gespannt auf das morgige nächste Highlight unserer Tour, das Gorilla Trekking. Ich hoffe, morgen um diese Zeit schon schöne Bilder nach Hause senden zu können, bevor wir selbst unsere Heimreise antreten werden.

 

14.01. Queen Elisabeth Nationalpark

Ein sehr schöner Safaritag, der durchaus Lust auf Mehr gemacht hat!
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Am Vormittag waren wir auf Jeep Safari im Nationalpark. Aufbruch um 0630, um die Tiere so früh wie möglich und bei ihren Morgenbeschäftigungen anzutreffen, die Zeit zu der die Tiere am aktivsten sind.
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Die erste Stunde war ein bisschen mau, außer Antilopen (Uganda Buck) und vereinzelten Vögeln, Büffeln und sonstigem “Kleinvieh” konnten wir kaum etwas wirklich Interessantes ausmachen… Wir wollten ja ein paar der “Big 5” sehen. Büffel und Elefanten hatten wir schon abgehackt, Rhinos gibt es im QENP nicht und Leoparden sind einfach reine Glücksache, insofern war unser großes Ziel, einen Löwen zu Gesicht zu bekommen.
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Und siehe da, nach einer guten Stunde Suche haben wir plötzlich in der Savanne, versteckt im hohen, gelben Gras, 2 Ohrenspitzen gesehen. Sofort hat unser Fahrer angehalten und uns gesagt, dies sei ein Löwe. Es sollten nicht einer sondern gleich ein ganzer Löwenrudel sein: 2 männliche Löwen, 1-2 Weibchen und 4 Junge, ca. 2 Jahre alte Tiere… unter Umständen waren noch mehr Tiere in dem hohen Gras versteckt, die wir aber nicht zu Gesicht bekommen haben. Über 1 Stunde sind wir vor Ort geblieben und haben die Tiere beobachtet, ein ganz seltenes Erlebnis…
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Am Nachmittag waren wir dann auf Bootsafari am Kazinga Kanal, der den Lake Edwards und den Lake George verbindet. Ein ganz anders gelagertes Erlebnis: sehr ruhig, nahezu meditativ. Hier haben wir sehr viele Vögel, vor allem Eisvögel gesehen, aber auch verschiedene Adler, Reiher, und Kormorane. Natürlich auch wiederum sehr viele Hippos, Büffelherden und vereinzelte Alt-Büffel, Krokodile…
Mit dem flachen Boot konnten wir ganz nahe an die Tiere heran, nahezu lautlos, ein sehr schönes Erlebnis!
Morgen geht es zu dem letzten Höhepunkt unserer Reise, dem Gorillatrekking im Bwindi Nationalpark.
Wir werden den gesamten Tag nach Süden fahren, auf kleiner, ungeteerter Strasse. Übermorgen dann geht es zu Fuss in den undurchdringlichen “Bwindi Impenetrable National Park” in der Hoffnung, dass uns die Gorillas mehr Glück bringen als die gestrigen Schimpansen. Drückt uns die Daumen!!

13.01. Queen Elisabeth Nationalpark

Wir haben heute das Ruwenzori Gebirge hinter uns gelassen und haben nun den zweiten Teil unserer Reise begonnen: Genießen und Relaxen auf Safari.
Heute sind wir in und durch den Queen Elisabeth Nationalpark gefahren, dem angeblich größten N.P. Afrikas. Der Park beinhaltet unter anderem die 2 großen Seen Lake George und Lake Edwards, die durch den 40 km langen Kazinga Kanal verbunden sind. Das gesamte Wasser der 2 Seen fließt aus dem Ruwenzori heraus, man kann sich also vorstellen, wie groß diese 2 Seen sind :-)
Jedenfalls war heute früh das Wetter im Ruwenzori nach wie vor sehr verhangen und dunkel, heute haben wir es aus der Ferne auch wiederum gewittern gehört…
Wir haben schon heute Vormittag, nach 2 Stunden Fahrt unsere gemütliche Safarilodge bezogen.
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Die sehr schöne Lodge befindet sich am Rand des Nationalparks, auf dem westlichen Rand des großen Grabenbruchs. Wir befinden uns ca. 150 Meter oberhalb der Savanne, die sich zu unseren Füßen bis zum Horizont erstreckt. Eine tolle Aussicht!
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Die Lodge selbst ist ein interessanter, geschmackvoller Bau aus typisch einheimischen Materialien: Stein, Strohdächer, Holz… Kein übetriebener Luxus aber durchaus sehr angenehm nach den paar Tagen, die wir in der feuchten und schlammigen Umgebung des Ruwenzori Gebirges verbracht haben.
Heute Nachmittag dann hatten wir einen geplanten Höhepunkt der Tour, der leider nicht ganz stattgefunden hat: wir sind in die Kyambura Schlucht gefahren und wollten dort Schimpansen beobachten.
Nun, die beeindruckende Schlucht, die sich in die flache Savanne ca. 100 Meter tief gräbt haben wir gefunden und sind gute 2 Stunden in Begleitung von 2 Parkrangers durch einen großen Teil der langezogenen Schlucht gewandert, konnten aber leider keine Schimpansen sehen! 
Wir konnten einige Hippos im Kyambura Fluss aus nächster Nähe beobachten, konnten alte und auch frische Elefantenspuren sowie 2 sehr schöne Löwenspuren sehen, aber die erhofften Schimpansen blieben uns verwehrt.
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Nun, so ist die Natur und es gibt eben keine Garantie, dass man die “bestellten” Tiere auch wirklich zu Gesicht bekommt. Immerhin sind wir hier in der Natur und nicht im Zoo.
Deshalb sind wir auch nicht entäuscht, sondern freuen uns auf morgen: am Vormittag werden wir uns sehr zeitig auf Pirschfahrt begeben. Heute schon konnten wir beim Durchfahren des Parks einiges an Tieren beobachten: Gazellen, Elefanten, vereinzelte Büffel… morgen aber werden wir diese Tiere in aller Ruhe beobachten können, jedes Mal aufs Neue ein Erlebnis für mich.
Am Nachmittag werden wir am Kazinga Kanal eine Boot Safari unternehmen. Eine ganz eindrückliche Art und Weise sich der Tierwelt zu nähern, vor allem die Vogelwelt aber auch Hippos, Krokodile und Büffel werden wir wohl zu Gesicht bekommen…

12.01. Zurück in Nyakalengija

Nach einem langen Abstieg ist Hannes mit seiner Gruppe wieder wohlbehalten in Nyakalengija angekommen. Der Ruwenzori hat heute seinem Namen als “Regenmacher” nochmals alle Ehre gemacht und bei einem 2-stündigen Dauerdonnern und zeitweise heftigem Regen den Abstieg zusätzlich erschwert.

Nun, nach einer ersten Dusche sind die Teilnehmer aber schon wieder guter Dinge. Auch Norbert, dem es wieder viel besser geht, konnte wieder zur Gruppe dazust0ßen. Heute genießen alle ein gemütliches Abendessen und freuen sich auf die Übernachtung im Hotel.

 

11.01. Guy Yeoman camp

Die heutige Etappe von der Kitandara Hütte über den Freshfield Pass (4225m) und runter bis zur Guy Yeoman Hütte (3500m) war mit Abstand die anstrengendste und bisher auch “feuchteste” Etappe der Tour.
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Kintandara See
Wir sind gegen 0800 gestartet und sofort steil zum Freshfield Pass aufgestiegen, ein steiler aber schöner Aufstieg durch dichten Senecienwald.
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Leider war das heutige Wetter nicht perfekt, so hatten wir vom Pass aus nicht den erhofften Ausblick auf den Gipfelbereich des Mt Stanley, aber dafür haben wir schön den Mt. Baker gesehen und weitere nahmhafte Gipfel des Ruwenzori Massivs.
Die weitere Etappe war durch einen langen und sehr feuchten, rutschigen und stellenweise schlammig-sumpfigen Abstieg charakterisiert. Steile, rutschige Passagen am Fels, wo ein Sturz wohl nicht fatale aber dennoch unangenehme Folgen haben würde. Einige Sumpfpassagen, wo wir stellenweise bis zu den Knien versunken sind…
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Aber, auf der positiven Seite, ein beeindruckender Regenwald! Wir haben heute im Laufe des Abstieges die Senezien großteils hinter uns gelassen und befinden uns wieder im Heidewald, Baumhohe Erika. Die einzelnen Bäume sind überwachsen mit Moos, Baumbart und noch weiteren Pflanzen…
Die Guy Yeoman Hütte in der wir heute übernachten ist in meinen Augen die schönste Hütte der Tour, vor allem auf Grund ihrer schönen Lage.
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Guy Yeoman Camp
Morgen erwartet uns die letzte Etappe unserer Tour im Ruwenzori: der lange Abstieg über die Nyabitaba Hütte bis nach Nyakalengija. Dort wartet schon Norbert auf uns, der heute am Nachmittag dort ankommen sollte.

10.01. Kitandara Hut

Leider konnten wir heute den geplanten Höhepunkt unserer Tour nicht erreichen.
Wir sind sehr früh gestartet. um 0230 aufgestanden, um 0300 haben wir ein kleines Frühstück bekommen und sind pünktlich um 0330 losmarschiert, bzw. losgeklettert, müsste man sagen.
Die ersten 200 Höhenmeter von der Elena Hütte bis zum Gletscher verlaufen in einer steilen Felsrinne bzw. über mehrere kleine Steilstufen, die manchen von uns schon fast alles abverlangt haben.
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Aufstieg zum Mt. Margherita
Gegen 0500 haben wir den Stanley Gletscher erreicht und unsere Steigeisen angezogen und uns angeseilt. Anschließend ging es dann los am Stanley Plateau in Richtung Alexandra Peak bzw. dessen Grat, den es zu umrunden galt. Und hier kamen wir, auf Grund der Massiven Gletscherschmelze die hier in den letzten Jahren offenbar stattgefunden hat, wiederum rasch in heikle Felspassagen. Um 0700, als dann endlich Licht kam und wir unsere Stirnlampen  abschalten konnten, hattenn wir allerdings schon beschloßen, dass uns der lange Abstieg zum Margherita Gletscher und der anschließende Aufstieg auf Grund der heiklen Felspassagen doch zu anspruchsvoll sein würden.
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Am Mt. Stanley Gletscher
Nun, Sicherheit geht vor und die Entscheidung wurde von allen getragen und akzeptiert. So drehten wir um und konnten noch den großen Stanley Gletscher etwas erkunden, vor dem wir den langen Abstieg zur Elena Hütte durch die Felspassagen in Angriff nehmen konnten.
Nach einer kurzen Rast bei der Elena Hütten, inklusive kraftspendender Nudelsuppe, ging es über rutschige Felsen hinab zum Scott-Elliot Pass und weiter zur Kitandara Hütte, idyllisch am unteren Kitandara See gelegen.
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Kitandara See
Leider hat es während des gesamten Abstieges leicht bis mittelstark geregnet bzw. waren wir auch zeitweise in dichtem Nebel, konnten also den Abstieg nicht so genießen, wie wir es uns gewünscht hätten.
Aber dennoch ist die Landschaft und vor allem die Vegetation einmalig und wahrlich beeindruckend. Gipfel oder nicht, jeder von uns genießt die Tour und das wirklich Wichtige ist das Erlebnis, den Ruwenzori durchwandert zu haben. Bisher konnten wir durch unglaublich viele und abwechslungsreiche Vegetations- und Klimazonen wandern, vom tropischen Regenwald über hochalpine Zonen bis ins ewige Eis, auch wenn man hier im Ruwenzori das Gefühl bekommt, dass die Gletscher in ein paar Jahren verschwunden sein könnten…
Morgen haben wir eine weitere, lange Etappe über den Freshfield Pass bis zur Guy-Yeoman Hütte, unserer letzten Hütte auf dieser Tour. Die Etappe wird allerdings nochmals richtig anspruchsvoll, mit vielen nassen Felspassagen und Sümpfen… Es bleibt für uns spannend.
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