Schottland: Durch die Highlands zum höchsten Berg Schottlands

Diesen Samstag starten wir unsere Trekkingtour in den Western Highlands in Schottland. Von Edinburgh geht unsere Tour über Tyndrum und den West Highland Way bis nach Fort William am Fuße des Ben Nevis, mit 1344m die höchste Erhebung Schottlands.

Wir freuen uns schon auf malerische Täler, einsame Landschaften und auf die schottische Gastfreundlichkeit!

08.04. Auf der Heimreise…

…sind wir nun und hoffen, wenn alles “glatt geht”, dass wir in der Nacht auf Montag wieder zu Hause ankommen!
Abflug in Aussicht…


Abfahrt mit dem Taxibus in Richtung “Mineral-Wasser” zum Rückflug


Ein letztes “Goldlächeln” unseres Roman

Nun bringt uns die Rolltreppe “talwärts” zum Gate
Heute morgen, kurz nach sieben Uhr, haben wir unser Taxi vollgeladen und sind von Azau aufgebrochen….nach Hause. Nicht nur die “Schmutzwäsche” sondern einen unbeschreiblich grossen Sack an Erinnerungen haben wir mit im Gepäck. Fast zu schön ist alles hier verlaufen um schon nach Hause abzureisen…dennoch freuen wir uns nun schon alle sehr auf euch zu Hause. Wir “brennen” ja regelrecht schon darauf, euch unsere Erlebnisse und Eindrücke der letzten Tage zu erzählen!

Es wird allerding doch noch einige Stunden dauern, bis wir endgültig zu Hause ankommen. Zur Zeit sitzen wir am Flughafen in Moskau in der Transferzone. Kaffee, Kaffee, Wasser und Snack´s und auch der eine oder andere kleine Einkauf in den unzähligen Läden hier, vertreiben uns die Zeit.

Nun haben wir aber auch erstmals ein wenig Zeit um die eigenen Eindrücke und “Bergerlebnisse” der letzten Tage zu begreifen und ganz für sich wirken zu lassen.
Es geht uns wirklich nichts ab hier…nur die “Warterei”….aber die gehört nun mal zu einer Reise dazu.

Anders gesehen sind dies wieder die letzten gemeinsamen Stunden in dieser, wirklich sehr netten und zusammengewachsenen Gruppe. Ab unserer Rückkehr wird ja wieder jeder seine eigenen Wege gehen und in den “Alltag” eintauchen.
Ein wenig Wehmut aber auch die Vorfreude….wie nach jeder Reise…ist bei jedem zu spüren!
Na dann bis gleich…….zu Hause!

07.04. Abschluss-Tour auf den Koghitanbashi 3819m…

… leider abgebrochen und umdisponiert.

Gestern Abend hatte uns unsere russische Reiseagentur zu einem Abschlussabend geladen. Im unweit des Hotel gelegenen Restaurant wurde groß aufgetischt!

Unser Begleiter Roman überreichte im feierlichen Rahmen die Besteigungsurkunden an jeden von uns. Mit Vodka wurde dann nochmals kräftig auf den 100% Erfolg angestoßen!


Ein Danke an euch alle … hoch die Gläser … “Nastrovje”

Nun ist auch hier der Platz und auch die Zeit um einmal DANKE zu sagen an:

Hannes und Astrid GRÖBNER von www.clearskies.at, unserer Reiseagentur aus Innbruck, welche im Vorfeld gemeinsam mit unserem Partner hier in Russland ein perfektes Programm erarbeitet haben. Aber nicht nur das Programm sondern auch die Umsetzung sucht sicher seinesgleichen. DANKE an dieser Stelle an Euch! Ohne die “Hintergrundarbeit” ist eine Reise dieser Grössenordnung sicher nicht so einfach, problemlos und für alle sehr angenehm durchzuführen.

Nicht unerwähnt in dieser Runde sollte unser “Russischer Bergführer” Roman sein. Er ist und war die Schnittstelle zwischen Kultur, Sprache und der Mann “bei uns” und natürlich auch für alle Fälle. DANKE Roman, ohne dich wären wir sicher nicht so sorglos hier unterwegs gewesen und hätten unter Umständen nicht so grossen Efolg gehabt!!!

Aber auch ihr zu Hause, DANKE fürs Daumendrücken UND dass ihr uns hierher ziehen habt lassen. Wir konnten bei sicherlich einzigartigen Bedingungen unseren Bergtraum leben!!!


Koghitanbashi Doppelgipfel mit 3819m

Wir hatten heute nocheinmal den Plan eine letzte Abschluss-Tour zu unternehmen. Tagesziel wäre der Koghitanbashi mit 3819m gewesen. Nicht der gestrige Abend ;-) …..sondern die heute vorherrschenden schlechten Schnee und daher ungünstigen Lawinenbedingungen vereitelten uns dieses Ziel. In der Nacht ist es ungewöhnlich warm geworden, damit konnte die Schneedecke nicht durchfrieren.


Morgendlicher Balanceakt als Zustieg zur Tour

Schon nach wenigen Höhenmeter mussten wir deshalb unsere Tour abbrechen. Zu gefährlich wäre ein Aufstieg und auch die Abfahrt unter diesen Feuchtschnee-Bedingungen geworden.

Ganz wollten wir aber diesen Tag dann auch nicht “abschreiben”. Kurzentschlossen disponierten wir um. Wie schon am Sonntag ging es dann wieder in Richtung Cheget. Diesesmal allerdings ohne Liftunterstützung. Über den schneebedeckten Sommerweg ging es erstmals zur Mittelstation. Dort eine kurze Rast auf der Sonnenterasse. Weiter noch bis zur Bergstation. Allerdings verschlechterte sich das Wetter und auch die Sicht….wie im Wetterbericht schon angekündigt. Mit dem “russischen” Schlepplift, diese abenteuerliche Fahrt wollten wir uns nicht entgehen lassen, ging es dann noch die letzen Höhenmeter dieser Bergreise aufwärts. Weiter bis zum Gipfel des Cheget wollten wir allerdings unter diesen Schnee- und Sichtbedingungen nicht mehr. Bei uns wäre ein Lift dieses Zustandes  nicht vorstellbar, hier gilt geht nicht gibts eben nicht….

Ein “Einkehrschwung” in der gemühtlichen Bergstation und dann beendete die Abfahrt unseren russischen Schneekontakt.


An/Ausziehende Gastfreundschaft an der Bergstation Chegeth

Wir alle packen nun wieder unsere “sieben Sachen”… denn schon morgen gehts zurück nach Hause. Eine unbeschreibliche Zeit hier geht damit zu Ende. Was bleibt sind die Erinnerung und auch die Zufriedenheit über das Erreichte…..

Das allerdings WICHTIGSTE ist, dass wir wieder alle Gesund und als Freunde bei Euch zu Hause ankommen!

06.04. Ruhetag in Azau

Ein Tag der Erholung und Zeit ein wenig in die “russische” Tourismus-Umgebung einzutauchen!


Zeit zur Entspannung

Nachdem wir gestern Abend in der kleinen Hotelbar noch auf unseren Gipfelerfolg angestoßen haben, sind wir doch bald in unseren Zimmer verschwunden. Der Ruf der Betten war größer als der Durst. Wir fanden einen erholsamen Schlaf und konnten uns über Nacht wieder gut erholen.

Der heutige Tag allerdings war als Rasttag geplant. In den umliegenden Geschäften konnten wir das eine oder andere Erinnerungsstück erwerben. Auch die “russische” Umgebung zog uns ganz in ihren Bann. Kaum ein Gebäude, eine Maschine, ein Fahrzeug, ganz egal wo die Blicke hingefallen sind, überall wurde improvisiert, gebastelt und oder zusammengeflickt. Der Begriff “russisch” bekam für uns eine begreifbare Bedeutung und wir können nun verstehen wo dieser Begriff seinen wahren Ursprung hat.


Russische Ski-Lebensverlängerung

Am Nachmittag dann ein kurzer gemeinsamer Spaziergang hinunter ins 4 Kilometer entfernte Terskol. Hier bekommt man dann wieder an allen Ecken und Enden den “russischen” Gesamteindruck zu sehen…..


Passt nicht … gibts hier nicht

Morgen wollen wir dann nochmals mit unserem Begleiter Roman eine Schitour in der Gegend unternehmen. Wohin er uns morgen zeigen/bringen wird wissen wir noch nicht, die Gegend hier im Baksan Tal hat aber sicher noch das eine oder anderen “Schitourenzuckerl” versteckt!


Örtliche Lawinensprenganlage – alt aber sicher sehr wirksam

05.04. Elbrus 5642m – Gipfelsieg von allen!

Heute sind wir wie geplant nach dem Frühstück um 5.00 Uhr von unserem Lager aus gestartet. Der Wettergott hatte nach den letzten Tagen großes Einsehen mit uns. Eine sternenklare Vollmondnacht erwartete uns beim Abmarsch. Auch die Temperatur lag im Bereich des Erträglichen, der Wind der letzten Tage war auch “eingeschlafen”.

Es stand also von Seiten der äußeren Bedingungen nichts mehr im Wege. Auch wir waren durch unsere Touren der letzten Tage und auch durch die große Schlafhöhe, gut an die Höhe angepaßt. Auch der untere Abschnitt des heutigen Gipfelanstiegs war uns schon bekannt… Nun aber sollte es endlich “richtig” los gehen!


Dank CASIO PROTREK die Kontrolle am Handgelenk

Die ersten Meter bis zum Schidepot legten wir noch in der vom Vollmond beschienenen Nacht zurück. Beim Depot dann ein grandioser Sonnenaufgang. Wir wechselten rasch von den Schi auf unsere Steigeisen und los ging der Tanz über den blankgefegten Gletscher. Schier endlos erschien uns der nicht enden wollende Hang unter dem Ostgipfel des Elbrus. Alle kamen trotz des Blankeis sehr gut voran und so hatten wir auch diesen Hang irgendwann hinter uns gebracht. Eine lange Traverse brachte uns dann in den 5358m hohen Sattel zwischen Ost- und Westgipfel. Wir alle kamen Höhenmeter für Höhenmeter dem Ziel näher.


Eisiger Gipfelaufstieg

Bei traumhaften Wetterbedingungen, fast keinem Wind, wolkenlosem Himmel, Fernsicht bis zum Horizont und erträglichen Temperaturen konnten wir ALLE, nach 8 Stunden Aufstieg gegen 13:00 Uhr Ortszeit den höchsten Punkt Europas erreichen!


Gipfelglück am Elbrus

Die Minuten am Gipfel waren für jeden von uns ein großes Geschenk! Die unbeschreibliche Fernsicht tat noch das ihrige dazu. Unbeschreibliche Glücksmomente für jeden von uns!

Nach den Gipfelmomenten ging es allerdings wieder an den eisigen Abstieg. Zurück zum Sattel und hinunter über die endlos scheinende Flanke des Ostgipfels. Der letzte Teil zurück zum Lager war dann dank unserer Schi rasch erledigt.

Dort erwartete uns Köchin Lena schon mit dem wohlverdienten Essen. Eine weitere Nacht allerdings wollten wir hier, trotz der grandiosen Aussicht, nicht mehr verbringen. Zu sehr lockten die Vorzüge des Hotel im Tal. Rasch waren die Sachen gepackt und weiter ging die Schiabfahrt entlang der Pisten hinunter bis zum Hotel in Azau.

Hier werden wir nun noch ausgiebig unseren Gipfelerfolg feiern.

DANKE an alle fürs DAUMENDRÜCKEN!!! Und ganz liebe Grüsse nach Hause!

04.04. Akklimatisierung mit Tour zu den Pastukhov Rocks (4820m) abgeschloßen!

…morgen wollen wir dann durchstarten… 

Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang gestern Abend sind wir recht rasch in den Schlafsäcken verschwunden. Die Container sind zwar recht neu und auch sehr gut ausgestattet, dennoch sind wir hier in fast 4000 Meter und die Temperatur, kombiniert mit dem doch sehr starken Wind, ließ sich recht rasch nach unten fallen.

Sonnenuntergang auf 4000 Meter
Sonnenuntergang auf 4000 Meter

In der Nacht fegte der Wind sehr stark um die Gebäude. Nicht jeder von uns konnte den nötigen Schlaf finden, aber der wunderschöne Sonnenaufgang zog uns aus den Schlafsäcken. Nach einem ausgiebigen Frühstück stiegen wir wieder, den uns von gestern schon bekannten Weg, hinauf. Diesesmal allerding wechselten wir beim Schidepot, dem gestriegen Tagesziel, auf Steigeisen und weiter gings auf dem blankgefegten und glasharten Gletschereis hinauf zu den Pastukov Rocks.


Tagesziel der Akklimatisierungstour – die Pastukov Rocks auf 4820 Meter

Oberhalb der Felsen war dann für alle das heutige Tagesziel. Roman, unser Begleiter, versicherte noch den nächsten blankgefegten steilen Gletscherabschnitt.
Ich stieg alleine noch bis 5300 Meter auf, kurz unterhalb des Sattel zwischen West und Ostgipfel konnte ich genug “Weginfo” für morgen sammeln. Über den leider harten und zum Teil blanken Gletscher gings zurück zum Schidepot.


Blankgefegter Gletscher um die Patukov Rocks auf 4800 Meter

Morgen werden wir auch nur bis zu Depot mit Schiern aufsteigen. oberhalb hat der Wind volle Arbeit geleistet und die Schneedecke förmlich abgefrest. Allerdings ist die verbliebene Schnee und Eisdecke hart und mit unseren Steigeisen sicher gut zu bewältigen.

Nach der Abfahrt erwartete uns schon die Lagerköchin mit ihren Köstlichkeiten. Kaum zu glauben was sie aus ihrer einfachen und kleinen Kochgelegenheit alles hervorzaubert.

Der Nachmittag dient nun noch um uns für morgen auszurasten und die Ausrüstung vorzubereiten. Dann werden wir nach dem Abendessen baldigst wieder in den Schlafsäcken verschwinden. Morgen wollen wir dann schon um 3 Uhr Frühstücken und danach in Richtung Gipfel aufbrechen.

Der Höhenmesser/Barometer bzw. auch der Wetterbericht versprichen beste Bedingungen, wir hoffen nun alle dass er recht hat und wir morgen bei wenig Wind und erträglichen Temperaturen den Gipfel erreichen können.

Haltet uns die Daumen, dann werden wir unser Traumziel erreichen können.

03.04. Hochlager auf 3950m erreicht und bezogen….

Wir haben das Hochlager auf 3950 m erreicht und bezogen und eine Akklimatisationstour bis knapp unter die Pastukhov Rocks 4395m absolviert.

Der heutige Tag brachte das schon erwartete Schönwetter auch hier her zu uns in die Elbrusregion. Strahlender Sonnenschein und eine traumhafte Winterlandschaft luden uns schon beim Frühstück ein ins Gelände zu gehen. Zuerst allerdings mussen wir noch alle unsere Sachen fürs Hochlager und natürlich auch die Ausrüstung für die eigentliche Gipfelbesteigung zusammenpacken.

Roman, unser Begleiter hatte ebenfalls noch einiges für´s Hochlager zu packen…so starteten wir erst gegen 10.30 Uhr nach oben. Heute funktionierte der Transport mit den beiden Gondelbahnen bis zur Station “Mir” bestens. All unsere Ausrüstung wurde dann auch noch mit dem Pistengerät bis ins eigentliche Hochlager oberhalb der Barrels befördert.


Begegnung der Gegensätze auf knapp 4000 Meter

Auf knapp 4000 Meter gibt es ein wenig abseits der Hauptverkehrsroute ein privates Lager. Recht einfach aber durchaus ausreichend für diese exponierte Höhenlage, sind wir hier in umgebauten Wohnkontainern jeweils zu viert untergebracht. Im Ess und Küchenkontainer werden wir von einer Köchen bestens versorgt. Nach dem Mittagessen sind wir dann mit leichtem Gepäck weiter nach oben aufgebrochen. Ziel der Nachmittagstour ist es wiederum uns besser an die große Höhe anzupassen. Bei immer stärker werdendem Wind sind wir, vorbei an der “Dieselhütte” bis knapp unter die Pastukov Rocks aufgestiegen.


Aufstieg zu den Pastukhov Rocks (links der Hauptgipfel des Elbrus)

Die Verhältnisse sind gut, der Schnee vom starken Wind der letzten Tage gepresst und stellenweise schaut das Blankeis aus der Schneedecke.

Dennoch konnten wir bei unbeschreiblichem Panorama die Akklimatisationstour echt genießen. ALLEN geht es hier oben sehr gut und wir sind bei den Wetteraussichten für die nächsten Tage sehr zuversichtlich daß wir unser Ziel erreichen können….


Unser heutiges Tagesziel auf 4395m

Ganz liebe Grüsse an ALLE zu HAUSE von uns hier aus knapp 4000 Meter Sehöhe!

02.04. Stürmische Akklimatisationstour zu den Barrels 3703 m

Der Wetterbericht und auch unser Russischer Begleiter Roman, hatten heute recht behalten. Schon beim Frühstück konnten wir vor dem Fenster das prognostizierte Schlechtwetter erkennen. Einige Zentimeter Neuschnee und Wind…genauso wie gestern schon vorhergesagt.

Allerdings konnte uns das Wetter nicht von unserem Plan abhalten, und so starteten wir gegen 09:00 Uhr in Richtung Seilbahn, von welcher die Talstation ja nur ca. 100 Meter vom Hotel entfernt ist.

Leider hatte der Neuschnee und auch der Wind den Betriebsbeginn auf unvorhergesehener Weise etwas verzögert. So schwebten wir erst nach einer Stunde Wartezeit in den modernen 8er-Gondeln zu unserem heutigen Ausgangspunkt. Geplant war die Fahrt bis zur Station “Mir”, aber das schlechte Wetter ließ einen Seilbahnbetrieb der oberen Sektionen nicht zu.

Start war daher wiederum, ebenso wie gestern, ein Stockwerk tiefer als geplant.


Gegen den Wind in Richtung Tagesziel…

Ab der Mittelstation “Staryj Krugozor” 2937m stiegen wir entlang der wegen der Witterung geschlossenen Piste und des kaum erkennbaren Sommerweges in Richtung Station “Mir” auf. Der immer stärker werdende Wind und auch der nicht wenige Neuschnee ließ uns nur langsam höher kommen. Hätten wir nicht die Tour zur Akklimatisation geplant, wären wir sicher unter diesen Verhältnissen früher umgekehrt.

Langsam, aber stetig kämpften wir gegen die rauen russischen Naturgewalten hier an, konnten aber aufgrund der guten Kondition und Ausrüstung aller trotzdem die Station “Mir” in 3469m Seehöhe erreichen.


Geschützter “kühler” Jausenplatz im Vorraum der Mir-Bar auf 3469m

Dort nutzten wir den Vorraum der wetterbedingt geschlossenen “Mir-Bar” als willkommenes windstilles “Jausenplatzerl”. Der Wind blies unentwegt und stark um die “russischen” Gebäude, dennoch stiegen wir unter diesen widrigen Bedingungen entlang der alten Spuren der Pistengeräte noch weiter bis zu den Barrels in 3703 Meter Seehöhe auf.

Auch diese waren zwar zur Zeit unbesetzt, aber eine der Hütten stand offen und eben in dieser konnten wir wieder geschützt pausieren. Wäre das Wetter besser gewesen, wären wir ja noch höher, aber unter diesen Umständen war der Plan rasch geändert Ein Weitersteigen wäre wohl völlig sinnlos und auch zu riskant gewesen.


Vom Sturm und Schnee gepeitschtes Tagesziel…die Barrels auf 3703m

Nach der kurzen Pause fuhren wir alle gemeinsam entlang der eigentlichen Piste wieder ab bis zur Talstation. Die Wetterlage hatte sich während des Tages auch kaum gebessert. Auf den windgeschützen Pistenabschnitten hatte sich doch schon einiges an Neuschnee angesammtelt. Das Abfahrtspulver auf den wenig frequentierten Pisten entschädigte uns dann doch sehr für die schlechten äußeren Bedingungen heute!

Der Wetterbericht für die nächsten Tage verspricht allerdings gutes, und so werden wir morgen erneut in Richtung Elbrus starten, um uns noch besser an die Höhe anzupassen. Je nach Situation und Befinden wollen wir dann planmäßig Mitte der Woche (Mittwoch oder Donnerstag) zu Europas höchstem Punkt aufbrechen.

01.04. Vom Schigebiet in Cheget auf den Malyi Cheget 3454m

Nach dem wirklich ausgiebigen Abendessen in unserem Hotel haben wir uns gestern Abend bald in unsere Betten verzogen. Die gestrige durchreiste Nacht und die Länge der gesamten Anreise ist doch nicht so ganz spurlos an uns vorüber gegangen.

Nach der ersten wirklich erholsamen Nacht hier im Baksan-Tal am Fuße des Elbrus und einem wieder ausgiebigen Frühstück sind wir erstmals mit den Schi los zu unserem heutigen Tagesziel. Mit dem Taxibus ging es anfangs noch einige Kilometer vom Hotel talauswärts zur Talstation des Schigebiets in Cheget.

Wir als luxusverwöhnte Schifahrer aus den Alpen können uns gar nicht mehr vorstellen wie alles auch bei uns angefangen hat. Hier scheint die Zeit doch stehen geblieben zu sein. Alles ist so wie sie es 1963 schon erbaut hatten. Keine modernen Aufstiegshilfen, sondern ein ganz einfacher Doppel und weiter oben sogar noch ein Einer-Sessellift brachte uns die ersten Höhenmeter nach oben.

Der Einer-Sessellift streift fast die Piste…eine Fahrt war es aber allemal Wert…

Mit einem nostalgischen Gefühl im Bauch ging es dann hinauf bis zur Mittelstation auf 2743m. Von dort gibt es zwar noch einen Einer-Sessellift, allerdings war dieser in der Früh noch nicht in Betrieb. Die Talstation war teilweise vom Neuschnee zugeweht und so musste diese erst ausgeschaufelt werden.

Kurz entschlossen starteten wir also schon von der Mittelstation aus. Anfangs auf den Pisten bis zur Bergstation, erst ab da führte uns der Anstieg in freie Schigelände. Genau genommen war und ist diese Piste auch als freies Schigelände zu bezeichnen. Sie wird nicht präpariert und ist auch kaum gekennzeichnet und gesichert!!

Stürmischer erster russischer Gipfelaufstieg

Das morgendliche Schönwetterfenster hatte sich bald geschlossen und so fegte uns doch eine sehr unangenehme Brise um die Ohren. Auch die anfangs noch gute Sicht war bald Geschichte und so konnten wir den Aussichtspunkt zum Elbrus nicht wirklich nützen und genießen. Nur ganz kurz zeigte sich uns unser Ziel und dann war er auch schon wieder hinter einer “weißen Nebelwand” versteckt. Die Temperaturen waren allerdings, trotz des teils böigen Winds, auszuhalten. Um die Mittagszeit konnten wir dann den Gipfel des Malyi Cheget mit 3456m erreichen. Das Wetter und auch die fehlende Aussicht lies uns aber bald das lauschige Plätzchen verlassen.

Die Abfahrt, im vom Wind verfrachteten Schnee, war doch gut und sicher zu bewältigen. An der Mittelstation wollten wir uns dann die abenteuerliche Fahrt mit dem nun freigeschaufelten und geöffneten Einer-Sessellift nicht entgehen lassen. Die Fahrt hielt was unsere Beobachtungen bei der vorhergehenden Abfahrt versprach. Nostalgisches Abendteuer in Russland…die Bilder sagen hier mehr als tausend Worte!

Bei der Abfahrt dann noch ein kurzes Apres-Ski in der Mittelstation (sogar Live Musik und russische Wodka Stimmung) und nach einem “Einstands-Wodka” dann die rasante Talabfahrt auf der Piste…. besser beschrieben ist die Piste als nur eine unpräparierte Waldschneise. Aber sie führte uns wieder zurück zur Talstation in Cheget. Das Taxi brachte uns dann zurück ins Hotel wo wir nun bald zum wohlverdienten Abendessen gehen!

Morgen wollen wir dann erstmal den unteren Abschnitt des Elbrus, dass ebenfalls ein kleines Schigebiet ist, erkunden und von dort aus eine weitere Akklimatisationstour unternehmen.

31.03. Anreise zum “Basislager” Terskol/Azau in 21 Stunden geschafft

…allerdings mit unerwarteten Startschwierigkeiten…

Der Taxitransfer nach München Flughafen ging noch klaglos über die Bühne. Alle hatten ihre “sieben Sachen” dabei, keiner war zu spät am Treffpunkt…alles schien glatt zu starten.

Die erste große Hürde ist ja bekanntlich der Check-In am jeweiligen Abflughafen. Jeder hatte ja fast bis auf das Gramm genau das zulässige Gesamtgewicht ausgereizt…nun kam es nur mehr auf die Waage an.

Auch dass sollte sich als KEIN Problem herausstellen. Alle waren im Gewichtslimit, keiner hatte Übergepäck.

Einzig der “nette” Aeroflot Mitarbeiter am Check-In behandelte den Paß von Katrin doch sehr “russisch”. Ohne das nötige Feingefühl für das doch sehr wichtige Reisedokument war das Ergebnis folgendes:

Beim “gefühlvollen” Durchziehen des Reisepasses durch das Lesegerät beschädigte der “Check-In-Kollege” den nagelneuen Paß von Katrin so sehr, dass an eine problemlose Weiterreise bzw. Passkontrolle nicht mehr zu denken war.

Endlose Diskussionen, auch nach Stunden und Telefonaten war keine Lösung in Sicht…kaum zu glauben an einem so moderen Abflughafen mitten in Europa!?

Erst das Einschreiten der sehr hilfreichen Bayrischen Polizei und einem amtlichen Schriftstück in der Hand, gepaart von einem “Einlauf der Polizei” für den Kollegen der Aeroflot-Abfertigung, konnten wir die Situation in den letzten Minuten vor dem Boarding lösen. Trotzdem blieb ein ungutes Gefühl…wird das Schriftstück den zerissenen Pass bei der Einreise in Russland erklären?

Dennoch genossen wir vor dem Abflug noch das fast schon zur Tradition gewordene Weißbier mit Weißwurscht und Brezen.


Beengte Platzverhältnisse im Flieger

Die russische Einreise war dann mit der “amtlichen Erklärung” dann weniger Problem als erwartet. Auch das Gepäck hatte es gemeinsam mit uns bis nach Russland geschafft. In Moskau mussten wir dann erneut das Gepäck und uns einchecken und weiter ging der Inlandsflug bis zu unserem Zielflughafen in Mineralnye Vody.

Auch dort waren wir kurz vor Mittag planmäßig mitsamt der Ausrüstung eingetroffen. Vor der kleinen Ankunftshalle nahm uns dann wie ausgemacht unserer Russischer Bergführer Roman in Empfang. Mit einem breiten “goldglänzenden” Lächeln hatte er uns alle begrüßt.


Ankunft in Mineralwasser

Wir mitsamt unserer Ausrüstung wurden dann in einen Kleinbus verfrachtet und weiter ging die Reise bis hierher nach Azau.

Die letzten Kilometer erst wurde es wieder tief winterlich um uns herum. Zur Zeit haben wir böigen Wind und ca. 10  cm frischen Pulverschnee vor unserem gemütlichen und netten Hotel in unmittelbarer Nähe der Talstation der Gondelbahn.

Nun werden wir noch gemeinsam das Abendessen genießen und dann nach einer “durchreisten” und schlaflosen Nacht baldigts das kuschelige Bett aufsuchen.

Es geht uns allen gut und wir freuen uns nun schon auf den ersten Schneekontakt…

Ganz liebe Grüsse von ALLEN an ALLE zu Hause.

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