15./16.08 Über Kalai-Khum nach Dushanbe

Zwei lange Fahrtage haben uns in die tadschikische Hauptstadt gebracht. die meiste Zeit sind wir durch die gewaltige,überdimensionale  Schlucht des Panj gefahren. Riesige, in den Himmel wachsende Felswände, der tosende Fluss, dazwischen bewässerte grüne Felder und Dörfer auf beiden Seiten des Grenzflusses.

Nur die letzten 3 Stunden sind wir durch hügeliges Landwirtschaftsgebiet gefahren. Eine intensive, erlebnisreiche Reise geht zu Ende. 

14.08. Khorog

Wir haben heute Ishkashim und damit das Whakhan Tal verlassen. Unsere Route fuehrt nun nicht mehr Ost-West sondern hat einen scharfen Knick nach Norden gemacht, auch der Hindu Kush ist nun nicht mehr unser Begleiter. Wir folgen weiter dem immer maechtiger werdenden Panj und der afghanischen Grenze. Das Tal wurde enger, schluchtiger, der Fluss ist manchmal nur 30/40 Meter breit – ein wildes Wasser mit unglaublicher Energie. Die Landschaft ist karg, unterbrochen von bewaesserten gruenen Oasen auf beiden Seiten der Grenze.
khorog

Die Stadt Khorog

Die Fahrt nach Khorog dauert nur knapp drei Stunden und so waren wir nach einem Besuch der Heilquelle Garm Chasma schon zu Mittag an unserem Ziel. Nach einem guten Mittagessen, der tadschikischen Spezialitaet Kurutob, blieb genügend Zeit fuer eine Stadtbummel oder fuer einen Besuch in einem Internetcafe (was seit dem Beginn unserer Reise in Osh nicht moeglich war).
Morgen werden wir nach einem langen Fahrtag Kalai-Kum erreichen.
whakhan

Ein Blick zurück auf den Hindu Kush vom Whakhan Tal

13.08. Ishkashim

Von Langar aus sind wir nach Vrang gefahren. Es gibt dort eine kleine Stupa mit einem Fussabdruck Buddhas aus Stein – der einzige Hinweis, dass das Whakhan Tal einmal buddhistisch war.

stupa

Stupa bei Vrang

Das pamirische Haus des Universalgelehrten Mubarak Whakhan in Yamg der im 19. Jahrhundert im Tal lebte und forschte ist heute ein Museum und zeugt von den vielen Talenten dieses Mannes: er war Astronom, Dichter und Musiker der seine Instrumente selbst gebaut hat. Der aeltere Herr, der uns die Geschichte dieses Sufis erzaehlte, war sichtlich stolz auf seinen Vorfahren.

bibi_fatima

Die heißen Quellen von Bibi Fatima

Anschliessend haben wir Bibi Fatima besucht: diese Quelle bei der heisses, mineralhaltiges Wasser aus einem Felsspalt tritt ist bei einheimischen Frauen sehr beliebt. Die Frauen unserer Reisegruppe haben von den pamirischen InsiderInnen eine Anleitung zum richtigen Badeverhalten bekommen, es war ein beeindruckendes Erlebnis. Ganz in der Naehe der Quelle haben wir bei einer Familie einen ausgiebigen Lunch zu uns genommen und konnten so die Weiterfahrt mit vollem Bauch sehr entspannt geniessen.
Diese Ausfluege waren sehr interssant und haben unser Bild des Tales vervollstaendigt. Die wahren Attraktionen im Whakhhan sind aber der wilde Panj Fluss und der schroffe Hindu Kush dessen gewaltige Gipfel Höhen von über siebentausend Meter erreichen.
Morgen fahren wir in die Hauptstadt des Pamir, nach Khorog.

12.08. Langar

On the road again.

12.08.-alle

Abschied von unserer Trekkingmannschaft

Heute morgen haben wir uns endgültig von unserer Trekkingmannschaft verabschieded, unsere Fahrer begrüßt und das Gepäck von den Eseln in die Landcruiser umgeladen. Über den 4300m hohen Karagush Pass sind wir in den Whakhan Korridor gefahren. Nach knapp zwei Stunden Fahrzeit auf einer ziemlich rauhen Schotterpiste sahen wir erstmals afghanisches Territorium und den schroffen Hindu Kush mit seinen über siebentausend Meter hohen Gipfeln.

12.08.-Hindu-Kush

Blick auf den Hindu-Kush

Afghanistan liegt oft nur einen – viel zitierten – Steinwurf entfernt, da die Straße meist direkt am Grenzfluss Pamir entlang führt.

12.08.-Pamir-Fluss

Pamir Fluss

Nach gut sechs Stunden Fahrzeit haben wir Langar erreicht und in einem Homestay Quartier bezogen. Das Dorf Langar liegt im hintersten Teil des tadschikischen Wakhan Tales, am Zusammenfluss von Pamir und Whakhan die nun den Panj bilden, dem wir in den nächsten Tagen folgen werden. Morgen gehts, mit einigen Abstechern, nach Ishkashim.

12.08--Langar

Blick auf Langar

 

 

 

11.08. Yashil Kul

Wieder am Yashil Kul.

2407_yashil-kul_strand

Der Strand vom Yashil Kul

Heute sind wir dem Gunt flussaufwärts gefolgt. Wein grünes, tosendes Wasser ist gesäumt von Weiden, Tamarisken und Sanddorngebüsch. Ein toller Kontrast zur kargen, wüstenhaften Gebirgslandschaft des Pamir.

Ein letztes Mal übernachten wir hier am türkisen Yashilkul in unseren Zelten. Morgen werden wir uns von unserer Trekkingmannschaft verabschieden und in den Wakhan Korridor fahren.

09.08. Kawa

Nachdem wir gestern noch in himmlischen Sphären geschwebt sind, mussten wir heute wieder mit beiden Füssen fest am Erdboden stehen. Der lange, großteils weglose Abstieg zu unserem Lagerplatz forderte volle Konzentration.

1907_uchkul_gregory

Wir lagern direkt am Wildbach auf 3800m. Sein Rauschen, viel Sauerstoff und warme Nachttemperaturen werden uns gut schlafen lassen. Morgen steigen wir weiter zum Gunt Fluss ab.

08.08. Zarosh-Kul

Schön, schöner, Zarosh-Kul!

Es ist ein Privileg einen ganzen Nachmittag an diesem himmlischen Ort verbringen zu dürfen. Nur wir.

2007_zarosch-kul_pano

Zarosh_Kul

Worte sind unzureichend, Fotos behelf. Alle Mühen und Anstrengungen sind vergessen. Wir sind glücklich!

(Weitere Fotos werden aufgrund technischer Probleme später nachgeliefert.)

 

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.