25.10. Gipfelsturm auf den 5500 Meter hohen Yala Peak

Das absolute Highlight der Tour ist wohl die geplante Besteigung eines 5oooers. Da doch die meisten noch nie so hoch oben waren.
Nach der bisherigen Routenwahl sollten alle bestens akklimatisiert sein, und auch konditionell bestens vorbereitet auf diese große Abenteuer.

Von Kyanjin Gompa aus ist es ein recht langer Tagesmarsch von über 1100 Höhenmetern bis zum Basislager, welches auf gut 4800 Metern liegt.
Steil führt der Pfad Richtung Tserko Ri, anfangs noch sehr staubig, stehen wir nach ca. 2,5 Stunden fast knietief im Schnee. Der Blizzard von letzter Woche hat auch hier allerhand Schnee gebracht, wenn auch nicht so viel wie in der Annapurna Region, wo ja ein Jahrhundert Wintereinbruch statt gefunden hat.

Lästig ist der Schnee zwischen all den Felsblöcken, bricht man doch bei jedem 2ten Schritt bis zu den Knien ein. Dementsprechend müde erreichten wir dann das Basislager bei strahlendem Sonnenschein.

Den Rest des Tages verbrachten wir dann mit dem Lagereinrichten, was auch für die meisten eine ganz neue Erfahrung war. Müde vom Aufstieg, sind in dieser Höhe alle Arbeiten fürchterlich anstrengend. Hunger hatte fast keiner mehr – nur mehr Ruhen war angesagt…und so kam die Nacht

24.10.2014 4:30 Uhr

IMG_0831

Tagwache, nach einer sehr ruhigen und windstillen Nacht, in der trotzdem fast keiner gut geschlafen hat. Burgi, Anneliese und Andi haben Probleme mit der Höhe und beschlossen daher einen Abstieg ins Dorf. Hans, Monika, Lisa und Hanni starten mit Gopi und mir um 5:50 Uhr Richtung Gipfel. Eiskalt ist es noch, so tut die Bewegung gut um die Glieder zu wärmen. Nach 15 Minuten bemerkt Hanni das ihre Steigeisen noch im Lager liegen und kehrt schweren Herzens um.

Die Spur macht uns allen zu schaffen. Der Harschdeckel neben der alten Spur trägt uns nicht, wir brechen immer knietief ein. Langsam gewinnen wir an Höhe. Nach 2,5 Stunden erreichen wir den Gletscher, hier endet die Spur der Vorgänger. Kein Wunder bei diesen Verhältnissen. Meine Vermutung das es am Gletscher einfacher sein könnte, bewahrheitet sich leider nicht. Und so mussten wir durch den grundlosen mit Harschdeckel überzogenen Schnee unsere Spur ziehen.

IMG_0845

Über den Gletscher ganz hinauf macht keinen Sinn, so weichen wir auf den steilen felsdurchsetzten Hang oberhalb aus. Jeder 2te Tritt bricht, auch bei den hinteren, so kämpfen wir uns bis zum Gipfel. Um 10:20 standen wir so auf 5500 Metern. Windstill und wolkenlos – wohl der schönste Tag im Herbst!

IMG_0849

Erschöpft – zufrieden mit sich selbst und überglücklich genossen wir ca. 1 Stunde diesen Moment.

Der Abstieg zum BC erwies sich einfacher als erwartet, und doch verlangt er uns alles ab, Die starke Strahlung tat das übrige dazu. Im BC waren alle froh, das unsere Träger Wasser für uns bereit hatten. Nach einer verdienten Pause steht nun noch der lange Abstieg ins Dorf bevor, 1100 HM Abstieg – ca. 3 Stunden Marschzeit!

Freudig ist der Empfang in der Lodge, der Rest der Gruppe freute sich über unsere Rückkehr und über unseren Gipfelsieg.
Gemeinsam mit der Trägermannschaft wurde am Abend dann noch das eine oder andere Bier auf den Gipfel getrunken.

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Erholung und Nachbereitung unserer Bergtour, bevor es morgen wieder weiter geht. Noch ein paar Tage und auch dieses Abenteuer geht wieder zu Ende.

Ein Dank geht an alle, die uns von zu Hause aus unterstützen, und uns diese Reise so ermöglicht haben.
Auch an unsere Träger und unseren Guide Gopi ein herzliches Danke.

Viele Grüße aus Nepal

Hanni, Monika, Lisa, Anneliese, Burgi, Andi, Hans und Georg
 

 

24.10. Gipfelsieg am Yala Peak

Soeben erreicht uns ein SMS, dass Georg mit seiner Gruppe um 10:20 Uhr Ortszeit den Gipfel des Yala Peak erreicht hat!

Herzliche Gratulation!

22.10. Von Langtang Village nach Kyanjing Gompa

Letzte Etappe vor dem Gipfelsturm. Dementsprechend kurz ist sie auch geplant. Nur ca. 2,5 Stunden Gehzeit
benötigen wir für diese Strecke, an der wir unzählige Mani Walls (Steinwälle mit Gebetssteinen) passierten. 
IMG_0686
Mächtig sind sie die Berge hier im Langtang. Immerhin ist der Langtang Lirung 7227 Meter hoch und den
Talschluß dominiert der 6889 Meter hohe Gurkarpo Ri, flankiert von allerhand 5000- und 6000ern.
IMG_0683
Kyanjing Gompa ist die letzt größere Siedlung hier im Tal. Mehrere Hotels ( Lodges) und ein Kaffee und Bäckerei prägen das Ortsbild.
Der Nachmittag diente uns zur Erhohlung und dem Ausrüstungscheck.
IMG_0730
Gemeinsam kontrollierten wir die Berg und Hochlagerausrüstung. So wurden die Steigeisen noch mal angepasst, die Funktionsweise
der Kocher besprochen und noch mal der Lagerablauf besprochen. Anschließend wurden dann die Rucksäcke von allen für morgen
gepackt. Und jeder stimmte sich so auf seinen 5000er ein.
Nach einer wunderbaren Abendstimmung und einem kurzen Hüttenabend wird es heute recht früh ruhig.
Der nächste Bericht kommt dann übermorgen wenn wir vom Berg zurück sind.

21.10. Vom Lama Hotel nach Langtang Village

Seit gestern ist unsere Trägermannschaft nun vollzählig, denn die 2 Fehlenden Träger sind nun mit unserer Alpinausrüstung eingetroffen und begleiten uns nun die nächsten Tage bis wir vom Yala Peak wieder zurück sind. So sind wir 8 mit Gopi, unserem Guide; und den 6 Trägern heute durch das Langtangtal aufgestiegen.
Stundenlang führt der Weg dem Flusses entlang, mal ganz nah, mal ganz fern dem Wasser. Eng ist die Schlucht, und tausende Meter ziehen die Bergflanken links und rechts in die Höhe, um dann in den Gipfeln der 7000er des Langtangs zu thronen.
Gegen Mittag öffnet sich das enge Tal. Immer öfter sieht man Kühe und Yaks der heimischen Bauern.
IMG_0641
Um 3 Uhr erreichen wir Langtang Village, wo wir uns häuslich einrichten und dann das Dorf auf eigene Faust erkunden.
IMG_0666
Und siehe da, auch hier gibt es eine Bäckerei und Käserei die dem Dorf gehören und vom einem Nepali, der Käser und Bäcker ist, betreut wird. Übrigens Brot und Käse schmecken herrlich!!!
IMG_0665
Morgen haben wir unsere letzte Etappe bevor wir dann, sofern das Wetter so bleibt wie bisher, uns an die Gipfelbesteigung des Yala Peak machen.
Mehr dann Morgen.
IMG_0659

20.10. von Syabru nach Lama Hotel

Noch im Bett liegend konnten wir heute, auf den Gipfeln des Ganesch Himal, den Sonnnenaufgang beobachten.
Dann das Morgentliche Ritual – Kaffee kochen, Gepäck in die Taschen und anschließend Frühstück.
IMG_0542
Die heutige Etappe für uns anfangs steil hinunter in die Langtang Schlucht. Ca. 500 Hm geht es über einen schönen Pfad durch dichte
Wälder bergab. Laut dröhnt das rauschende Wasser des Langtang Fluss herauf zu uns.
IMG_0584
Nach ca. 1,5 h erreichen wir eine kleine Siedlung. German & French Backery ist auf dem Schild an der Hütte zu lesen, und so geniessen
wir alsbald frischen Kuchen und einen schwarzen Kaffee.
Die letzten beiden Tage haben wir nun mehr als 2500 Hm verloren, die wir nun wieder aufsteigen müssen.
Den angenehmen Pfad entlang des Flußes steigen wir nun stetig höher und erreichen bald darauf die kleine Ortschaft Bamboo, wo wir
Mittagsrast machen. Der schöne Tag bringt nun auch wieder höhere Temperaturen mit sich.
Dem entsprechend heiß ist uns dann auch beim weiteren Anstieg bis nach Lama Hotel. Hier erwartetet uns eine kleine tratitionelle Lodge
mit allem Komfort   den man sich vorstellen kann.
Eine warme Dusche – gutes Essen – und eine weiche Matratze
IMG_0573

18.10. Abstieg nach Syabru 2250m

Heute stand wieder ein langer Abstieg auf dem Programm: 1100 Höhenmeter hinunter nach Syabru.

Anfangs durch einen Bilderbuchwald mit dicken, riesigen Bäumen in dem scheinbar auch Affen leben sollen, leider kam uns keiner unter,
führt uns ein schöner Pfad rund um den Berg auf die Nordseite. Kühle Luft durchflutet unser Lungen, was für unsere Erholung sehr wichtig ist.
Soll doch schon in ein paar Tagen unsere Gipfelbesteigung eines 5000-ers beginnen.
IMG_0455
Auf der anderen Seite des Berges erreichten wir ein lauschiges Plätzchen das zum Rasten einlud. Nach einem guten Kaffee und eien paar Keksen stiegen wir weiter ab. Entlang der Terrassenplantagen der Einheimischen, sie bauen hier Mais, Kartoffeln und allerlei Gemüse an, erreichten wir gegen Mittag eine kleine Lodge.
IMG_0469 ru.
Mittagessen – um die Wartezeit zu verkürzen legten wir selber Hand an: sprich Kartoffeln schälen und Pommes schitzen – ist ja für 9 Leute dann schon eine Aufgabe.
IMG_0491
Der restliche Abstieg fiel uns dann nicht mehr schwer, wusten wir doch um die auf uns wartende sehr luxuliöse Behausung in Syabru. Auch ich bin froh hier zu sein, kann ich doch entlich meine Gerätschaft wieder mit Energie versorgen und Euch von unserer sehr schönen Tour berichten.

17.10. Nach Shin Gompa

IMG_0435
Kalt war die Nacht auf 4300 Metern, doch mit einem “Goodmorning Tea” wird es einem schnell wieder warm. Schwer fällt es diesen einmaligen Platz zu verlassen, dementsprechend lange hat es gedauert bis nach dem Frühstück die “Abmarschbereitschaft” hergestellt war.
IMG_0441
Unser heutiges Ziel: Shin Gompa, eine kleine Siedlung – 3 Lodges und eine kleine Gompa = Kirche und eine Käserei – ca. 1100 Meter tiefer gelegen.
Einem schönen Höhenweg folgend entstiegen wir Gosaikunda bis wir einen Bergrücke erreichten, den wir dann Meter für Meter tiefer stiegen. Immer vor uns der Ganesch Himal. Schon früh am Nachmitag kamen wir an. Auch dieser Nachmittag stand der Gruppe zur  freien Verfügung. Leider hatte der Käsermeister nicht die Lust eine Führung zu machen so blieb dann nur die Gompa zu besichtigen.
IMG_0449

Shin Gompa

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 27 Followern an