23.06. Innsbruck

Zurück in Innsbruck nach einer langen Rückreise aus Bolivien!

Die letzen 1-2 Tage unserer Reise in Bolivien waren sehr gemütlich: Erholung, Duschen, ein wenig Sight-Seeing… aber vor allem waren wir damit beschäftigt uns von den Tagen am Berg zu erholen. Und das beinhaltet unter anderem gutes Essen, einen gepflegten Kaffee oder zwei…

Am Freitag haben wir dann schlussendlich alle unsere lange Heimreise angetreten. Ich selbst habe mit Sabine, Kurt, Bernd und Ernst das Schlusslicht gebildet, wir sind gegen 1230 von unserem Hotel zum Flughafen aufgebrochen.
Die Formalitäten waren schnell erledigt und dann fing das lange Warten an!
Die Heimreise verlief wie geplant: problemlos aber lang! Erst am Sonntag um 0200 war ich endlich zu Hause in Innsbruck, nach 38 Stunden Reisezeit und vor allem VIEL warten!  Nun, wer eine Reise machen will muss dies in Kauf nehmen…

Wir sind alle sehr zufrieden aus Südamerika zurück, die Reise war ein voller Erfolg: wir konnten unser Programm wie geplant durchführen, alle geplanten Gipfel wurden erreicht, selbst wenn nur insgesamt 3 Teilnehmer schlussendlich auf allen 4 Gipfeln standen…
Das Wetter hat – CLEARSKIES sei dank :-) – wunderbar hingebaut und außer ab und an ein paar Wolken um unsere Bilder aufzupeppen hatten wir ausnahmslos blauen Himmel!

Aber das Wichtigste ist, dass wir alle Gesund und Glücklich zurück sind! Und die nächsten Reisen und Abenteuer nur eine Frage der Zeit sind!La_Paz_Gruppe

Pauschi und Franz sind noch in Bolivien, Markus in Peru unterwegs… Wir anderen tauchen nun wieder in unser gewohntes Alltagsleben ein.

Vielen Dank für die Begleitung unserer Reise, für die vielen Kommentare und für das Mitfiebern bei unseren Abenteuern!

19.06. Gipfelsieg am Huyana Potosi Teil 2

Zurück in La Paz und heute Donnerstag ist unser letzter ganzer Tag in Bolivien.
Die Reise geht zu Ende und wir haben die Tour mit einem echten Höhepunkt abgeschloßen: der Besteigung des 6088 Meter hohen Huyana Potosi in der Cordillera Real.
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Der Reihe nach:
Am Dienstag haben wir, nach einer guten und vor allem relativ warmen (!!) Nacht im Matrazenlager der Hütte im Basislager unsere Ausrüstung für den Gipfel sortiert und vorbereitet.
Es wurde naturgemäß nur das strikt Notwendige für den Gipfelgang mitgenommen: Steigeisen, Gurt, Pickel, alles an warmer Kleidung was verfügbar war und natürlich – sehr wichtig auf Grund des geplanten frühen Starts – unsere Stirnlampen.
Am späten Vormittag sind wir dann in Richtung Hochlager aufgestiegen.
Die schwere Ausrüstung wurde von einer kleinen Trägermannschaft übernommen und schnell die knapp 450 Höhenmeter für uns nach oben transportiert.
Dies war auch deshalb wichtig, da oben im Hochlager auch eine gemütliche Hütte auf uns wartete, aber unser Koch Praxides dennoch mit von der Partie war und somit doch einiges an Gewicht zusammenkam.
Der Weg ins Hochlager führt an der Südseite des Potosi, über Moränen und anschließend einen schmalen aber gut zu gehenden Felsgrat hinauf.
Unsere Hütte, letztes Jahr neu erbaut, steht auf 5270 Meter Höhe, direkt am Gletscher der auf der Südseite von den Gipfelregionen des Massifs hinunter reicht.
Die kleine Hütte ist erstaunlich gemütlich, freundlich und hell. Vor allem ist die Lage auch sehr schön, direkt am Gletscher aber mit einem beeindruckenden Rundum-Blick, sowohl auf die unteren Hänge des Berges, als auch auf die umligenden Berge der Cordillera Real.
Die Cordillera Real ist eine sehr schmale Bergkette, eigentlich nur ein Kamm, der aber immerhin 6 Berge mit mehr als 6000 meter zu bieten hat.
Im Wetsen fängt schnell das Altiplano, die große Hochebene mit dem Titikaka See an, im Osten fällt das Gelände sehr abrupt in das unendlich errscheinde Becken des Amazonas ab.
Die Amazonas Region ist auch zu diesen Jahreszeiten nahezu ständig unter einer unter uns liegenden Nebeldecke verborgen… (Auf den Bildern schön zu sehen)
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Die 450 Höhenmeter auf die Hütte haben wir ganz gemütlich in knapp über 2 Stunden bewältigt. Wir sind bewusst ganz langsam und gemütlich aufgestiegen, einerseits um natürlich Kräfte zu sparen, andererseits auch weil im Hochlager noch sehr viel Zeit aber nur sehr wenig zu tun war…
Wir haben den Nachmittag sehr gemütlich verbracht, letzte Vorbereitungen getroffen, viel getrunken und auch gemütlich gejausnet bzw. zu Abend gegessen.
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Schlußendlich haben wir uns sehr zeitig, schon gegen 1900 Uhr zu Ruhe gelegt, da wir einen frühen Start um 0200 geplant hatten…
Am Mittwoch, schon um Mitternacht hat es, nach einer sehr kurzen Nacht, für mich unter anderem ganz ohne Schlaf, im gemeinsamen Lager zu rascheln begonnen.
Wir waren ja nicht ganz alleine dort, neben unserer Gruppe waren auch 3 Brasilianer sowie noch 2 weitere Bergsteiger untergebracht, diese hatten einen noch früheren Start geplant. Somit war die schon kurze Nacht noch etwas kürzer als erhofft.
Von unserer Gruppe sind Bernd unser Senior und Markus schon gegen 0145 gestartet. Wir haben dies so geplant, da Bernd und Markus einen etwas langsameren Schritt einlegen wollten… Die beiden sind mit Rolando, einem unserer einheimischen Bergführer (UIAGM) gestartet.
Wir anderen haben geplant ca. eine halbe Stunde später in 3 Seilschaften zu starten.
Ein rasches Frühstück, die Gurte angezogen, sämtliche verfügbare warme Kleidung angezogen und wir sind raus in die Kälte.
Auf 5270 Meter hatte es schon einige Grad unter Null, aber es war klar dass es im Zuge des Aufstieges immer kälter werden würde, wegen der fortschreitenden Nacht sowie der größeren Höhe.
Ca. 20 Meter neben der Hütte konnten wir schon unsere Steigeisen anziehen, uns anseilen und im Schein der Stirnlampen ganz langsam aber stetigen Schrittes starten.
Neben uns waren noch ein paar andere Seilschaften zu sehen, da es in der Nähe unserer Hütte noch 2 weitere Hütten gibt, die weitaus größer sind und somit auch mehr Bergsteiger beherbergen können.
Es waren sicherlich 7-8 andere kleine Seilschaften unterwegs. Ich finde das immer sehr schön, diese kleinen Lichterketten, wie Glühwürmer, vor sich zu haben…
Langsam und stetig ging es nun bergauf. Ein erster steiler Hang führte uns zum sog. Plaza Argentina, einem Hochlager wo früher auf ca. 5500 Meter oftmals in Zelten übernachtet wurde.
Nun folgte einer etwas flachere Passage die, laut Chuli, einem weiteren unserer bolivianschen Bergführer (UIAGM), sehr splatenreich ist.
Und wir konnten die großen Spalten auch im Schein unserer Stirnlampen erannen… Teilweise riesige Löcher, über die zum Glück massive Schneebrücken führten.
Der gut ausgetrettene Gletscherpfad war sehr angenehm zu gehen und hervorragend angelegt, eine gute Spur durch die großen Spaltenregionen.
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Beeindruckend und ein einzigartiges Spektakel waren die Lichter der knapp 25km entfernten Millionenstadt La Paz bzw. El Alto, die nun quasi zu unserer Füßen erschienen. Mit jedem weiteren Schritt den wir aufstiegen vergrößerte sich das Lichtermeer, bis ein riesiger Teppich an gelb-orangen funkelnden Lichtern unter uns lagen: wie Millionen von leuchtenden Saphiren!
Nach ca. 1h45 haben wir schlußendlich Markus und Bernd eingeholt. Knapp vor der ersten wirklich schwierigen Passage, einer ersten Steilstufe, die es zu überwinden gibt. Eine Passage die zwar nur ca. 40-50 Meter lang ist aber dennoch eine Steilheit von ca. 50° aufweist.
Aber für unsere, mittlerweile sehr erfahrene und eingespielte Mannschaft wahrlich kein Problem!
Nun ging es weiter, immer noch im Dunkeln und erstaunlich steil bis zum Fuß der Gipfelwand.
Nach ca. 3 Stunden Aufstieg standen wir auf knapp 5900 Meter und mussten uns entscheiden, ob wir den ausgesetzten Gipfelgrat – die Normalroute – oder die steile Flanke gehen wollten. Wir entschieden uns für die gut 50° steile Flanke.
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Noch war es dunkel und wir konnten weder den Berg, noch die vor uns liegende Route erkennen, aber am Horizont spielte sich nun ein weiteres Spektakel ab: der sich ankündigende Sonnenaufgang, der anfing den gesamten Horizont langsam zu färben. Und bald hatten wir auch schon etwas Tageslicht.
Auf Grund der Schneebeschaffenheit stiegen wir nicht senkrecht durch die steile Wand, sondern in einem großen Zick-Zack in Richtung Gipfel. Bald konnten wir endlich die Stinrlampen ausschalten. Bei jedem zweiten Schritt mussten wir stehen bleiben, nicht auf Grund der mittlerweile doch großen Höhe, aber um in Richtung Horizont und Sonnenaufgang zu schauen und zu staunen!!
Nun hatten wir die tiefsten Temperaturen der Nacht und des Aufstieges und wir warteten sehnsüchtig auf die ersten wärmenden Sonnenstrahlen.
Nach einer guten Stunde aber ohne jeglichem Problem konnten wir schlußendlich die letzten Schritte bis zum ersehnten Gipfel machen.
In etwas über 4 Stunden hatten wir den Gipfel des 6088 Mtere hohen Huyana Potosi erreicht!
Und um den Empfang am Gipfel perfekt zu machen ging die Sonne über dem Horizont auf, wie ein riesiger, glühender Feuerball!!
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Ein unbeschreibliches, selten erlebtes Gefühl der Freude!!
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Wir waren nun am Gipfel und hatten somit den letzten Höhepunkt der Tour geschafft!
Markus und Bernd erreichten den Gipfel etwa 10 Minuten nach uns und somit standen von den 8 Teilbehmern, die den Gipfel in Angriff genommen haben ausnahmslos alle und zutiefst glücklich auf dem kleinen, ausgesetzten Gipfel des Potosi.
Wir haben diese Momente des Glücks, die nur schwer zu beschreiben sind alle sehr genossen!
Natürlich, wie jeder Bergsteiger weiß endet eine Bergtour erst im Tal und somit wartete noch ein langer und nicht minder schwierige Abstieg auf uns.
Doch mit einigem an Konzentration war auch dies kein Problem.
Wir stiegen gemütlich ab, entlang unserer Aufstigesroute. Auch deshalb, weil wir nun Licht hatten, es durch die Sonnenstrahlen angenehm warm war und wir nun sehen konnten durch welch grandiose Berglandschaft wir aufgestiegen waren. Und somit mussten auch regelmäßig Fotos gemacht werden.
Um 0930 waren wir wieder bei unserem Hochlager angekommen. Natürlich alle etwas müde, aber unglaublich glücklich und zufrieden über dieses einzigartige Bergerlebnis! Eine wahrlich grandiose Berglandschaft, unbeschreibliche Eindrucke und Ausblicke und ein Berg der jedenfalls eine Herausforderung darstellt!!
Der weitere Abstieg ins Basislager verlief ohne Zwischenfälle. Ich denke es hat jeder von uns diese letzten Schritte genossen! Ich bin alleine und gemütlichen Schrittes abgestiegen und konnte so richtig die letzten Wochen einerseits abschließen aber auch Revue passieren lassen und das Erlebte verinnerlichen!
Bald saßen wir in unserem Bus und fuhren in das nahe La Paz, wo wir schon  um 1400 in unserem gemütlichen Hotel angekommen sind.
Wo gibt es vergleichbares: ein 6000 Meter hoher Berg, von dessen Gipfel man innerhalb ein paar Stunden eine Millionenstadt erreichen kann…
Und wo eine wohlverdiente und wahrlich ersehnte Dusche auf müde Bergsteiger wartet :-)
Wir haben einen 6000 Meter hohen Berg bestiegen und es wurde die Höhe des Berges kaum erwähnt! Nun, das ist deshalb nicht verwunderlich, weil die gesamte Mannschaft durch die vorhergehenden 2,5 Wochen wirklich perfekt akklimatisiert war!
Wir waren 2,5 Wochen kaum unterhalb von 3600 Metern, während unserer Trekkingtouren durchgehend auf über 4500 Metern und fast täglich über 5000 Meter hoch.
Und somit hat sich die Akklimatisierung wirklich ausgezahlt!
Wobei ich noch erwähnen muss, dass selbst wenn die Besteigung des Huayna Potosi ein wirklich tolles Bergerlebnis dargestellt hat, so war dies nur EIN Höhepunkt der Reise!
Die vorhergehenden Gipfel, die vielfältigen Trekkingtage, die  ständig wechselnde Berglandschaften… Wir haben Unmengen an Eindrücken die es nun zu verarbeiten gibt!!
Ein einzigartige Reise geht zu Ende! Jeder von uns, ausnahmslos (!!) ist von der Tour und von den Länder Peru und Bolivien begeistert.
Soweit hat alles anstandslos funktioniert und wir konnten unser geplantes Programm gänzlich ohne Abstriche umsetzen auch dies ist für eine Pilotreise nicht selbstverständlich…
Heute (Donnerstag) verbringen wir einen letzten Tag in  La Paz mit shoppen, etwas bummeln und auch den einen oder anderen Kaffee trinken.
Heute Abend ein letztes gemeinsames Abendessen und dann werden sich die Wege trennen, da wir teilweise mit unterschiedlichen Flugverbindungen heimreisen werden.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge: einerseits weil es hier so schön und erlebnisreich war, andererseits weil wir uns natürlich auch freuen unsere Lieben wiederzutreffen und das Erlebte zu teilen!

18.06. Gipfelsieg am Huyana Potosi

Wir sind jetzt gut in La Paz angekommen.

Waren heute alle 8 am Gipfel des Huyana Potosi, pünktlich zum Sonnenaufgang.

Hier schon einmal erste Bilder. Ein ausführlicher Bericht folgt noch.

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Aufstieg zum Potosi

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Egon beim Aufstieg

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Ausblick vom Hochlager

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Im Hochlager

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Bernd und Markus beim Aufstieg

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Die letzten Meter zum Gipfel

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Gipfelsieg bei Sonnenaufgang (6088m)

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Es folgt noch ein langer Abstieg…

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Wohlverdiente Pause beim Abstieg

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Ein Blick zurück auf den Huyana Potosi auf dem Weg nach La Paz.

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18.06. Markus Blog McKinley

Während unsere Gruppe sich heute auf den Weg ins Hochlager des Huayna Potosi begibt, um morgen den Gipfel in Angriff zu nehmen, ist Markus Amon mit seinen Mitstreitern auf dem Weg zum Mt. McKinley.

Ihre Expedition anlässlich 30 Jahre der Marke „McKinley“ Intersport auf den 6193m hohen Mt. McKinley und damit höchsten Berg Nordamerikas ist seit 10. Juni unterwegs und inzwischen im Baislager auf 4350m. Sobald das Wetter mitspielt werden erste Materialtransporte zu den Hochlagern unternommen und wichtige Akklimatisierung-Meter gemacht.

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Mehr zu lesen gibt es auf Markus Blog >> www.markus-amon.at

Wir drücken Markus und seinem Team ganz fest die Daumen, dass das Wetter mitspielt!

Huayna Potosi BC

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Sonnenuntergang bei der Laguna Esperanza

Unsere Tour nähert sich unweigerlich ihrem Höhepunkt! Wir sind nun im Basislager des Huayana Potosi auf ca. 4800 Meter.

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Am Pass

Eine gemütliche Halbtagesetappe haben wir heute absolviert, von unserem schön gelegenen Lager an der Laguna Esperanza über einen 5100 Meter hohen Pass, bis wir gegen 1130, nach ca. 3,5 Stunden Gehzeit eine Schotterstrasse erreicht haben.

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Bernd beim Aufstieg

Hier wurden wir auch bald von unserem geplanten Bus abgeholt und in ca. 45 Minuten bis zum Basislager gebracht.

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Eselkarawane

Natürlich haben wir hier an der Piste auch unsere bolivianische Eselkarawane sowie unsere Eseltreiber verabschiedet, die uns in den letzten Tagen begleitet haben.

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Eselkarawane

Der Grund für diesen kurzen Transfer: die weite Landschaft, welche zwar einerseits etwas faszinierendes an sich hat, aber durch die wir nun schon seit gestern wandern… und somit war diese Abkürzung für uns wilkommen.

Nun sind wir in einer der Hütten am Basislager einquartiert, in einem feinen Matrazenlager. Wir verbringen hier noch Nachmittag und die Nacht, morgen geht es ins Hochlager auf 5270 Meter, wo wir wiederum in einer Hütte übernachten werden.

Wir werden also morgen gemütlich aufsteigen, knappe 500 Höhenmeter und uns im Hochlager einquartieren, für eine kurze Nacht, da wir übermorgen wohl gegen 0200 in Richtung Gipfel aufbrechen werden.

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Unsere Gruppe am Pass

Leider hat sich unsere Truppe heute etwas verkleinert, da Reinhilde und Karin sich einen Gipfelgang nicht zutrauen wollten und deshalb die Gelegenheit genutzt haben, mit dem Bus, der uns heute ins Basislager gebracht hat weiter nach La Paz zu fahren.
Für die zwei ist insofern die Tour schon beendet und sie werden 2 Tage Zeit haben, La Paz und dessen faszinierenden Märkte zu erkunden.

Uns übriggebliebenen Bergsteigern geht es gut, wir nutzen die Zeit in der Hütte zur Erholung, zum Räumen unserer Ausrüstung und zur Vorbereitung auf die nächsten 2 Tage.
Wir sind schon gespannt bzw. teilweise auch etwas angespannt, da der Berg ja nicht ganz einfach sein wird.

Es wartet ein Anstieg von gut 800 Höhenmetr auf uns. Um den Gipfel mit seiner Höhe von 6088 Meter zu erreichen müssen sowohl eine Steilstufe mit ca. 50 ° Steilheit überwunden werden, sowie der lange und sehr ausgesetzte Gipfelgrat bezwungen werden…
Wir werden in 4 Dreierseilschaften gehen, natürlich in der Hoffnung dass wir alle am Gipfel stehen und auch wieder gesund unten sein werden.
Das Wetter ist weiterhin stabil und somit auf unserer Seite!
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Da ich den Computer hier im Basislager lassen werde, wird es morgen keinen Bericht aus dem Hochlager geben.

Der nächsten Neuigkeiten gibt es dann am Mittwoch aus La Paz, sobald wie möglich :-)

Wer unseren Aufstieg in den nächsten 2 Tagen dennoch mitverfolgen möchte, kann der Link zum Spot-Messenger GPS-Tracker anklicken und somit sehen, wo wir uns aufhalten…

Viele Grüße und drückt uns die Daumen :-)

 

15.06. Laguna Esperanza

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Nach einem schönen Trekkingtag haben wir heute unser Lager an der Laguna Esperanza aufgeschlagen.

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Lager

Vor uns das dunkelblaue Wasser der Laguna, im Hintergrund die Westwand des Huyana Potosi, die hinter malerischen, erdfarbenen Bergen herausragt.

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Laguna Esperanza

Da wir heute nur eine relativ kurze Etape vor hatten, konnten wir gemütlich starten, erst um 0900 haben wir unser Basislager am Condoriri verlassen.

Das Wandern war angenehm, wir sind an vielen verschiedenen Lagunen vorbei gekommen… sehr schön und auch sehr entspannt.

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Der heutige gemütliche Tg war sicherlich sehr förderlich, da wir von den letzten 2 Tagen – Pico Austria und Pequenyo Alpamayo – doch alle ein wenig müde waren…

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Morgen werden wir bis ins Basislager des Huyana Potosi wandern, also von hier aus auch nur eine Halbtagesetappe. Wie gesagt gehen wir das Ende unserer Reise gemütlich an.

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Das Wetter war auch heute wieder, zwar etwas windig, aber denoch sehr angenehm und warm. Es scheint stabil zu bleiben…

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Noch 3 Tage am Berg. Heute verbringen wir unsere letzte Nacht im Zelt, da die 2 Nächte am Potosi, Basislager und Hochlager, jeweils in einer Hütte verbracht werden.

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Pauschi bei Condoriri

Von den Temperaturen her bin ich doch überascht wie kalt es hier auf Nacht wird, heute um 0600 habe ich -8°C im Zelt gemessen… Der Tempertaurunterschied zwischen Tag und Nacht bzw. zwischen “Sonne” und “nicht-Sonne” ist hier wirklich gewaltig…

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Lamas

Wir sind alle soweit guter Dinge und ich hoffe, dass wir in 3 Tagen alle am Gipfel des Huayna Potosi stehen werden!

14.06. Condoriri BC

Wir haben heute einen der wohl schönsten und kühnsten Berge der Condoriri Gruppe bestiegen, den kleinen Alpamayo.

Wegen der Länge der Tour und vor allem um gute Schneebedingungen vorzufinden, sind wir sehr früh gestartet. Weckruf um 0215 und schlussendlich Start vom Basislager aus um 0310.

Im Licht der Stirnlampen sind wir in ca. 45 Minuten bis zur Gletscherzunge marschiert, dort haben wir Klettergurt und Steigeisen angezogen und uns in 3 Seilschaften aufgeteilt.

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Sonnenaufgang

Am Gletscher konnten wir, dank des Vollmondes, auch ohne Stirnlampe weiter aufsteigen, und so haben wir, quasi im Halbschlaf die ca. 650 Höhenmeter bis zum Pico Tarija, unserem ersten Ziel, sehr rasch zurückgelegt. Knapp unterhalb des Pico Tarija, wo wir um 0700 angekommen sind, haben die ersten Sonnenstrahlen die umgebende Berglandschaft erhellt, ein wunderschöner Sonnenaufgang auf 5300 Meter.

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Pequenyo Alpamayo

Östlich von dem Hauptkamm der Cordillera Real, auf dem wir uns bewegen, fallen die Berge rasch ins Amazonas Becken ab. Es herrschte starke Bewölkung und einiges Wetterleuchten konnten wir sehen, eine herrliche Kulisse.

Die letzten Meter zum Pico Tarija (5350m) waren schnell geschafft und dort warteten wir zusammen.

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Beim Aufstieg

Nun mussten wir in Richtung des Pequenyo Alpamayo, der sich etwas östlich von uns erhebt absteigen, ca. 150 Meter über steile Schroffen und auch ein paar Eisfelder, um dann anschließend den ca. 200 Höhenmeter langen Ostgrat zu folgen.

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Steilstufe beim Aufstieg

3 Steilstufen waren zu bezwingen, von denen die letzten 2 sicherlich eine Steilheit von etwas über 50° hatten. Doch auf Grund der tollen Schneeauflage – hart aber trittfest – konnten wir in knapp einer Stunde (!!) den Gipfel des Pequenyo ALpamayo (5450m) erreichen.

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Pequenyo Alpamayo (5450m)

Ein unbeschreibliches, tolles Gefühl, auf solch einem kühnen Gipfel zu stehen!!

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Gipfelsieg am Pequenyo Alpamayo (5450m)

Auch unsere zweite Seilschaft erreichte bald den Gipfel und so konnten heute insgesamt 6 von unseren Teilnehmern diesen Gipfel erreichen…

Der Abstieg gestaltete sich etwas langwierig, eben auf Grund der Steilheit… aber nach einiger Zeit standen wir wieder alle gut und sicher am Pico Tarija und konnten den langen Rückweg über den Gletscher in Richtung Basislager angehen.

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Abstieg ins BC

Wir konnten um ca. 1230 das Basislager erreichen und somit am Nachmittag in den heißen Zelten etwas Schlaf nachholen.

Nun geht es in den nächsten 2 Tagen weiter in Richtung Huyana Potosi, unseres nächsten und letzten Gipfel. Morgen werden wir nahe der Laguna Esperanza übernachten und übermorgen dann schon im Basislager des Potosi…

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Huayna Potosi

Die Reise geht langsam ihrem Ende aber auch ihrem Höhepunkt zu!

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